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Die Tage wurde ich das wieder gefragt und ob die Plancha ein geschäftsfähiges Kochinstrument in der deutschen Gourmetküche sei. Hier meine Antwort:

Sie kennen vermutlich die Diskussion um Plancha; was das eigentlich ist. Auch heute ist mir in jedem Interview und Schreiben wichtig, immer den Flüssigkeitsauffangbehälter zu erwähnen und die stabile Temperatur, die wir ja für die Plancha-Physik brauchen. Trotzdem sind Hersteller, deren Grill das nicht haben, mit der Welle geschwommen und haben ihre Platte Plancha genannt, was zur Konfusion am Markt führt. Ohne besagte zwei Definitionsmerkmale kann kein Plancha im eigentlichen Sinne betrieben werden und jedem ist das beim Vertiefen in die Thematik auch klar.

In der normalen Gastronomie stehen wir vor einer ganz anderen Herausforderung, denn die Plancha sieht erstmal so aus wie ein Bräter, wie man ihn aus jeder Grillbude kennt. Dass die Funktion eine ganz andere ist, erschließt sich nicht visuell, ohne das Gerät im Einsatz zu sehen. Jeder Koch, der eine richtige Plancha jedoch im Einsatz sieht, kapiert auf Anhieb, was ich langschweifig zu erklären versuche: Qualitäts-Planchas sind sackheiß und zwar überall; ganzflächig. Plus keine Pfannen ständig beim Spülen, auf die man warten muss; die Effizienz einfach, die sich übers Plancha-Grillen ergibt.

In der gehobenen Gastronomie ist das jedoch nochmal anders: Ein bereister Koch, der in guten Küchen gearbeitet hat, kommt schier nicht drumrum, mal an einer Plancha gestanden zu haben. Eine unserer Planchas steht beispielsweise in Heston Blumenthals Laborküche in London. Eine weitere im Fire-Restaurant, Dublin, dessen Inhaber die Welt-Steakmeisterschaft organisiert und am liebsten auf unseren Planchas ausrichten würde. Ich denke, das spricht alles für sich.

Man muss sich einfach etwas Zeit nehmen: Das Gerät kennenzulernen; zu verstehen, worin die Besonderheit von Plancha liegt; mit Flüssigkeiten rum experimentieren; selbst schneller zu werden; selbstbewusster in der Handhabe. Wer denkt, er kann’s gleich, wird die Temperatur runter regeln und am Ende doch an einem Bräter stehen, was auch nicht schlecht ist – aber eben nur nicht Plancha.

Die Frage nach Plancha-Kursen kam auch wieder auf und Ja, ich bastle an Terminen – ohne feste Location immer gar nicht so leicht!

Bilder: manufactum Hamburg

Derweil wünsche ich eine schöne Weihnachtszeit und wer noch über einen Plancha-Kauf nachdenkt, sollte die nächsten Tage zugreifen: Die Preise ziehen auf den 1. Januar an, da lohnt sich der Kauf noch in diesem. Der nächste Simogas-Händler vor Ort findet ihr hier.

Eure,

Mona Leone, Plancha-Botschafterin

#monaleone
#planchaqueen
#plancha

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