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Plancha ohne Spatula geht nicht. Ich wüsste zumindest nicht wie, sollte ich einschränken. Eine Spatula gehört zu Plancha wie Romeo zu Julia. Man kann nicht an das eine denken und an das andere nicht.

Oft werde ich gefragt, welche Spatula die richtige ist. Einfache Antwort: Die, die zur Hand ist. Theoretisch wäre diese gut, aber was nutzt das praktisch, wenn man sie nicht hat. Deshalb ob Gemüsespatula, Allzweckspachtel, groß oder klein, dieser Hersteller oder jener – solange das Küchenutensil gut in der Hand liegt, erfüllt es den Zweck. Da muss ich schmunzeln: Bratwender, Gipserspachtel, womit ich im Lauf der Jahre schon alles auf der Plancha gearbeitet habe…!

Spaß beiseite, Spatulas mit einer seitlich langen Kante eignen sich für die weniger hitzeemfpindlichen Plancha-Griller: Automatisch schiebt man hier mit der langen Seite hin und her, was die Hand näher zur heißen Platte bringt. Zarteren Händen wird das schnell zu heiß. Hier mag man dann lieber mit einer Spatula arbeiten, die gut in der Hand liegt, wenn man die vordere Kante einsetzt. So ist die Hand weiter vom heißen Eisen entfernt. 

Die Spatula-Größe hängt von der Hand und nicht von der Plancha ab

Rechteckige Spatulas eigenen sich gut, wenn man fertiges Essen von der Plancha nehmen möchte. Mit welcher Neigung das Edelstahl vom Griff absteht, ist Herstellerabhängig, und da gibt es kein besser oder falsch. Denn auch hier hilft nur „Ausprobieren“: Spatula in die Hand nehmen und etwas Hin- und Herschieben, da merkt man gleich, welche Spatula einem besser in der Hand liegt.

Ich denke, Spatulas haben viel mit der eigenen Körpergröße zu tun, was die Ergonomie und das Handling an der Plancha beeinflusst. Es kommt also beim Ausprobieren auch darauf an, wie hoch das Gerät steht bzw. der Abstand von Körper zu Plancha.

Spatula-Varianten von Simogas sind da noch Gemüsespatulas, die sich gut für Gerichte einsetzen lassen, bei denen man große Stücke von Soßigem trennen will.

Trapezförmige eigenen sich zum Reinigen, da da Flüssiges und Überreste zwar abgeschabt werden, aber gleich wieder auf der Platte landen. So kann man dann leicht in den Auffangbehälter schieben, der im Idealfall aus Edelstahl ist und in die Spülmaschine passt.

Die Qual der Wahl. Als Verkäufer drängt es sich auf zu raten, von jeder Sorte eine zu kaufen, und dann einfach auszuprobieren. Das einzige Argument, das solchen Kaufrausch tatsächlich unterstützt, ist, dass man im Alltag wirklich mehr als eine braucht. Beim Plancha-Grillen gibt’s ja oft mehrere Gänge und auch wenn die Plancha an sich dazwischen schnell gereinigt ist, liegt das Spülbecken zum Spatula-Abwaschen eher fern. Außerdem liegen die blöden Dinger immer woanders, als da, wo man sie braucht; das ist zumindest bei mir so.

Gewusst wo!

Weiteres Argument für eher mehr Spatulas als weniger: Sie sind vielseitig einsetzbar und das nicht nur in der Küche, wie David Cervera und Carlos Mazon beweisen – unser Federballspielenden Praktikanten aus Spanien (Studiengang Ernährungswissenschaft).

Spatulas für alle Fälle!

Worauf beim Kauf zu achten ist: Jede gute Spatula sollte auch Spülmaschinengeeignet sein.

Doch egal womit, am Wichtigsten ist nach wie vor der Spaß beim Plancha-Grillen, also nichts wie ran an die Platte, der Frühling naht!

Eure,

Mona Leone