Neues aus der Plancha-Welt im Jahresrückblick

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In Frankreich ist jedes 4. verkaufte Gasgrillgerät mittlerweile eine Plancha – bei uns sieht’s da noch etwas anders aus. Wenn auch vergleichsweise verschwindend, gewinnt Plancha in Deutschland zunehmend Freunde und sind im Grillfachhandel durchaus angekommen. Dank des erweiterten Angebots in der Produktpalette anderer Hersteller und erfolgreicher Aktivität des Marktführers hat nun so mancher Händler ein Gerät bei sich in der Auslage stehen.

Doch was tun mit dem guten Stück? Da hat sich leider noch nicht viel verändert: Würste, Speck, Spiegelei, Pfannkuchen, so noch immer die führenden Resultate. Schade eigentlich, wo sich auf der Plancha doch so viel mehr erreichen lässt. Auch Promoter tun sich da noch schwer und so landet auf der Plancha, was zuvor auf den Grill kam. Spezialisierte gibt’s in Europa, wenn nicht gar weltweit, nach wie vor noch keine (außer unserem Maestro Chris Sandford natürlich), was es den Herstellern schwer macht, Plancha zu promoten.

Grill Kontor

Meine Händler gehen dagegen an und buchen unsere Schulung, wo passiert, was immer passiert: Ich konzentriere mich aufs Erklären (und fotografieren ;-), während Chris das Besondere zeigt. Außer vollen Mägen kommt da immer viel Gutes bei raus und ich freue mich, wenn es so perfekt auf den Punkt gebracht wird, wie bei der in Vorbereitung zur Ladeneröffnung in Schorndorf, Grillworld: Was will ich essen und dann überlegen, wie ich’s auf der Plancha hinbekomme – GENAU, mit dem Ding kannste machen, was DU willst!

Händlerschulungen haben sich also vervielfacht, das finde ich eine super Entwicklung, und da trennt sich dann auch bisher die Spreu vom Weizen.

Apropos, eine aktuelle Liste von Simogas-Plancha-Fachhändlern:

Retailers Germany
CITTI-Markt Lübeck 23556 Lübeck http://www.cittimarkt.de/
CITTI-Markt Kiel 24113 Kiel http://www.cittimarkt.de/
CITTI-Markt Flensburg 24941 Flensburg http://www.cittimarkt.de/
Grill Kontor 22767 Hamburg https://www.grill-kontor.com/
Grillexperten 27711 Osterholz-Scharmbeck http://www.grillexperten.de/
BOS Food GmbH 40667 Meerbusch www.bosfood.de
Späth GmbH 55218 Ingelheim http://spaeth-gmbh.de/
Grillfachmarkt Reineke 59557 Lippstadt https://www.grillfachmarkt-lippstadt.de/
360 BBQ 60386 Frankfurt / Main http://www.360bbq.de/
edinger Warenhaus GmbH 68623 Lampertheim http://www.edinger-maerkte.de/
Klink Gartenmöbel 71297 Mönsheim https://klink-gartenmoebel.de/
Erhart Gartenmöbel 72379 Hechingen http://erhart-gartenmoebel.de/
Haux Wohnen 72764 Reutlingen http://www.haux-shop.de/
Grillworld 73614 Schorndorf https://www.grillworld.de/
Grillworld 74523 Schwäbisch Hall https://www.grillworld.de/
United Grillers 74889 Sinsheim http://www.united-grillers.de/
Gartenwelt Bumb GmbH 76135 Karlsruhe http://bumb-gartenmoebel.de/
Benz – Feuer nach Maß 77797 Ohlsbach http://www.benz-ofenbau.de/
Oberleiters Grill & BBQ Store 85276 Pfaffenhofen http://grill-sport-zentrum.de/
[steel]raum 96120 Bischberg/Trosdorf http://www.steelraum.de/
Hörner Gesunde Wärme 97259 Greussenheim https://www.hoerner-gesunde-waerme.de/
edinger Fachmarkt GmbH 97638 Mellrichstadt http://www.edinger-maerkte.de/
Außenküchenbauer:
Kupka 71334 Waiblingen-Beinstein http://kupkagarten.de/
Urt-Outline 71404 Korb https://www.out-line.de/
Oehler 88348 Bad Saulgau www.oehlerladensystem.de
Retailers Austria
Messer GmbH 6832 Sulz https://www.messergroup.com/home

Plancha ist mittlerweile raus aus der Sparte „Nischenprodukt“ rein zu den Ergänzungsprodukten, wobei an sich kein anderes Gerät in der Schublade so vielseitig ist, wie die Plancha. Inwiefern sich Plancha da in den kommenden Jahren profilieren wird, zeigt uns wohl die Zeit und vor allem, wie gut das Thema kommuniziert wird. Über Würste und Pfannkuchen leider nur marginal, zumal keines dieser Ergebnisse ins Licht rückt, was bei Plancha so besonders ist.

Der Leidenfrost-Effekt, Möglichkeiten mit dem Thermoschock, und das Sublimieren – drei Reaktionen, die so erstmal trocken und wenig spannend sind, aber auf der Zunge und im Gaumen zu Verzückungen führt. Den Unterschied schmecken, so sag ich’s ja.

Doch gute Neuigkeiten: Wer Plancha richtig kennengelernt hat, ist begeistert. Vielfältigkeit, Schnelligkeit und die leichte Reinigung sind noch immer die Top-3-Argumente.

Wahrscheinlich ist es wegen dieser Gründe gar nicht verwunderlich, dass nicht das Komplexere für Ahas sorgt, sondern was mit wenigen Handgriffen auf der Plancha entsteht. Wie sich einzelne Zutaten auf der Plancha verändern und welche neue Geschmacksdimensionen dabei entstehen, sorgt derzeit noch fürs größte Interesse. Die Top 3 aus den Rezepten 2017? Orangenscheiben, Käse, Muscheln – alles zu finden in unserem Plancha-Rezeptbuch.

Und nachdem das mit der Fasnet mir ja total abgeht bzw. an mir vorbei, begnüge ich mich in ausgeweitetem Maße mit diesen und ähnlichen Statistiken und Auswertungen, und vor allem eine kann ich da mit gutem Gewissen als komplett närrisch bezeichnen: 55% meiner Kosten sind Reisekosten, und das wo’s bei Ryanair und Konsorten noch nicht mal Bonusmeilen gibt…

Welche Schlussfolgerungen ihr nun aus meinen Statistiken zieht, bleibt euch klugen Köpfen überlassen, doch was wachsende Nachfrage bei geringem Angebot bedeutet? Tja, lieber Promoter, da brauchst Du nicht lange nachdenken: Das Portfolio erweitern, belegt doch einen Kurs, die Termine sind raus, und so sind zumindest die Grundlagen geschaffen, dass da was Gescheites auf der Plancha entsteht 😉

Eure,

Mona Leone, Plancha-Botschafterin
PS: Zum Nachlesen wie immer auf meiner Seite Plancha-Grillen

#monaleone
#planchaqueen
#plancha

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Plancha-Hersteller im direkten Vergleich: Idealvorstellung oder purer Wahnsinn?

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Nach dem 1. Plancha-Wettbewerb an der dt. Grillmeisterschaft direkt zu den Vorbereitungen zur erstmaligen Teilnahme am WBQA-Event jetzt im Oktober, also der Welt-Grillmeisterschaft in Limerick, Irland. 2017 wohlgemerkt. Auch hier jahrelange Vorarbeit, und wie immer, geht’s manchmal dann doch überraschend schnell. Ad hoc ist eine Plancha-Extravaganza etwas anderer Art als in Fulda geplant. Zwar stecke  ich noch voll in der Vorbereitung, aber Zeit, etwas verlauten zu lassen, wird’s langsam, und eure Meinung herauszufinden, finde ich zunehmend wichtig, also bitte bis zum Ende lesen und unbedingt über den Survey-monkey-Link abstimmen! Und falls das nicht eindringlich genug war: Ich brauche jetzt echt eure Hilfe.

Hier die bisherigen Rahmenbedingungen im Vergleich: In Fulda war die Plancha-Teilnahme Pflicht. In Irland ist’s dazu zu spät fürchte ich, also wird’s eine begrenzte Anzahl an Plancha-Wetbewerbsteilnehmern geben. In Deutschland forderten wir Teams heraus; für Irland sind Einzelkämpfer am Start. Fulda – publikumsbewertet; Limerick – per Juroren. Auch war das Event in Fulda einzig vom Plancha-Hersteller und Marktführer Simogas gesponsort, während mir jetzt global eine Kooperation vorschwebt. Auch in der Gerätepräsentation, sprich -ausstellung, aber dazu gleich mehr.

Simogas
Schweben, noch in der Vorbereitung, Planung, das mag den deutschen Ohren vielleicht etwas unausgereift klingen, aber hier sei bedacht, dass ich 1. nicht Volldeutsch bin, und 2. in Irland so etwas ähnliches wie Heimvorteil genieße, nachdem ich ja ganz grob gesagt ein Drittel meines Lebens in Donegal gelebt habe. Was das eine mit dem anderen zu tun hat? Nichts, aber damit beruhige ich mich selbst, während mir die Zeit davon läuft und ich meine Vision verfolge: Dem Wunsch nach einer Plancha-Extravaganza, die den Besuchern den direkten Vergleich zwischen den Plancha-Herstellern erlaubt. „Was? Das Ideal eines mündigen Kundens?“ Ja – genau so etwas hätte ich gerne. Nicht für mich, meine Meinung hat sich nun ja schon in den vergangenen 11 Jahren gebildet, aber für „meine“ Plancha-Interessierten; für solche, die ich begeistern will, und die für sich erfahren sollen, was für sie passt. Eine Freiheit, die ich als Kunde eben auch schätzen würde, und die mich viiiieeeel Erfahrung gekostet hat.

Fändet ihr es nicht auch toll, wenn sie alle da einträchtig stünden: Die Simogas‘, Enos‘, Campingaz‘ usw. dieser Welt; bereit, sich von euch bestaunen, befühlen, ja warum nicht sogar ausprobieren zu lassen. Fände nur ich das super, oder ihr nicht auch? Visionär, so wurde ich schon oft genug beschimpft, aber das soll mich ja nicht hindern, tut’s auch nicht, sondern was mich gerade behindert, sind ganz elementar die Sommerferien, denn die Hersteller sind fast allesamt Südländer, sprich in den Ferien. Wobei böse Zungen auch den Konkurrenzgedanken wittern; man will eine direkte Vergleichsplattform gar nicht schaffen, denn man will sich ja als den Ein & Einzigen hervor tun und nicht in der Reihe mit den anderen stehen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Hm. Ich tue mich da schwer, so etwas zu verstehen. Für mich hat das etwas mit Selbstbewusstsein zu tun: Wenn ich weiß, dass ich super bin; total davon überzeugt bin, dass es etwas so Hochqualitatives wie mich nur 1x gibt, dann scheue ich doch nicht den Vergleich. Klar, hätte ich nun schiefe Zähne und bei genauem Hinsehen auch keine Haare, müsste ich mir vielleicht schon Sorgen machen, wenn mich jemand genauer in Augenschein nähme, aber Jungs (und Mädels natürlich), hey, ihr wisst doch alle mittlerweile: Perfektion liegt im Auge des Betrachters! Und so hat jede Plancha ihre Vorzüge, die ich euch gerne auf einer solchen Plattform preisen möchte – als Sprachdienstleister und Kommunikator, der ich eigentlich ja auch bin. Es läge dann an euch, festzustellen, ob ihr eher auf rund, kantig, mit viel Bling und mortz Karacho steht. Keine gute Idee?

Außerdem glaube ich an Kooperation. Liegt wohl daran, dass ich meine Bankkauffrauausbildung in einer Genossenschaftsbank gemacht habe: Einer für alle, alle für einen / Zusammen sind wir stark, oder waren das die Musketiere? Egal; vielleicht pocht gerade noch der akute Schmerz, weil ich dieses Jahr für Simogas entscheiden musste „Deutsche Meisterschaft oder SpoGa-Messe“; hat natürlich alles wieder mit dem lieben Geld zu tun bzw. Marketingbudget. Aber da geht’s allen spezialisierten Plancha-Herstellern gleich: Sie stellen ja nur Planchas her (im Sinne von ausschließlich) und nicht noch Kaffeemaschienen oder Autoreifen, und da ist auch kein Weber drunter, der mal eben schnell ein paar Millionen in den Markt pumpt und im selben Atemzug alle einer Gehirnwäsche unterzieht. …was auch der Grund ist, dass ich das auch gar nicht gut fände, denn Deutsch, Italiener, Ire völlig irrelevant: Ich bin kein Ami, das sagt schon alles, und die meisten von euch doch auch nicht! Also muss es doch anders gehen, folglich die simple Idee: Wenn jeder Plancha-Hersteller etwas zum Plancha-Gesamtbudget beisteuerte, ließe sich doch viel mehr erreichen im Sinne von weitflächiger bzw. großräumiger Plancha-Aufklärung, oder denke ich total falsch?

Bevor ich mich also verrenne, Zeit für eine Meinungsumfrage:

Ich fände die direkte Vergleichsmöglichkeit von Planchas super & effizient
vs
Ich brauche keinen direkten Vergleich, denn ich weiß von Natur aus, wohin es mich zieht.

Und wer mir seine Meinung einfach so schreiben will, kann’s publik gleich hier über den Blog erledigen oder etwas intimer per E-Mail an: mona.leone@plancha-grillen.com

Vielen Dank!

Eure,

Mona Leone, Plancha-Botschafterin

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#plancha

Keine Angst vor der Hitze!

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Plancha ist Garen bei hohen Temperaturen. Ab 280 Grad beginnen die Plancha-typischen Reaktionen, die dafür sorgen, dass Plancha anders schmeckt. 280 Grad sind heiß und da muss man schon umdenken, um die Möglichkeiten in vollem Umfang nutzen zu können, denn was 280 Grad bedeuten, das vergesse ich im Eifer durchaus zu erwähnen und war wirklich froh, als mir das ein Kunde sagte.

Im Kursprogramm habe ich mir jetzt deshalb explizite notiert, ein-/mehrfach zu sagen „keine Angst vor der Hitze!“, und deshalb heute der Blogbeitrag dazu, denn es ist wichtig, dass man sich dessen bewusst ist.

Mona Leone_Plancha-Flüssiges

Dazu ein Beispiel, das ihr bestimmt auch noch vom Fahrunterricht kennt: Die Beschleunigungskraft wirkt der Seitenführungskraft entgegen. Praktisch heißt das, dass in der Mitte der Kurve beschleunigt werden muss, damit es einen nicht raus haut – vor allem, und da liegt jetzt die Betonung, wenn es einen schier aus der Kurve haut! Manchmal muss es also mehr werden oder sein, damit gewisse Kräfte wirken können, und wer sich dem Nervenkitzel nicht aussetzen will (muss ja nicht jeder), sollte einfach insgesamt langsamer fahren.

„Aber das muss man einem doch sagen“, so Kunde Ingo, den wir an einer Messe wiedertrafen.  Er kommt aus dem Land der Schwenker und ohne jetzt lange zu recherchieren, dabei geht’s wohl langsamer zu. …betriebsblind, geht mir ja nicht anders: Da rede ich seit Jahren von nichts anderem als von „Plancha ist… und leiere meine drei Kriterien runter“ (na, wer erinnert sich? Genau: 280 Grad +, durchgängiger Bräter, mit Flüssigkeitsauffangbehälter ((optional 4.: leichte Reinigung), genau 😉 …rede von nichts anderem, und da vergisst man, dass nicht von der Ursache, sondern vom Effekt gesprochen werden muss: 280 Grad ist sauheiß, aber…

…KEINE ANGST VOR DER HITZE! Denn die Hitze eröffnet neue Möglichkeiten: Sublimieren, Leidenfrost Effekt, Thermoschock, so die drei Favoriten, und im Effekt heißt das eben auch, dass alles schneller geht, und damit meine ich auch das Regenerieren, „Aufwärmen“ sagt meine Mutter noch völlig entspannt dazu.

Simogas

…denn so harmlos sieht’s außer beim Fotoshooting, bei dem das Gerät aus ist, nie aus.

Erfahrungswerte verhindern anfangs das Umdenken, denn wir wissen: Lege ich etwas, das kalt oder kälter ist oder wurde, in die Pfanne, dauert es eine Weile, bis der Kern wieder warm ist. Warum ist das so? WEIL DIE TEMPERATUR GERINGER IST. Aber so ist es ja bei Plancha nicht, denn es ist sauheiß: Wieder kurz drauf, flink gewendet, und schon ist’s wieder heiß bis in die Mitte hinein. Deswegen erübrigt sich natürlich auch die Wärmeablage: Was fertig ist, kommt runter von der Plancha, und kurz vor dem Servieren einfach wieder drauf. Geräte mit einer gibt’s natürlich trotzdem, denn verkauft wird, was sich verkaufen lässt.

Das Runternehmen ist bei Fleisch ja ein Muss. Und ich rede hier nicht nur vom Steak, bei dem es sich sukzessive herum gesprochen hat, dass die Ruhezeit so lange sein soll, wie die Zeit, in der auf dem Grill / Plancha / Beefer lag. Das funktioniert bei Huhn, Kalb, Wild, bei allem!, und gemacht wird das so: Drauf, runter nehmen, auf den Röstaromen Sößle zubereiten, und wieder kurz drauf, Fleischsaft drüber, servieren & Guten Appetit. …auch das gehört genau genommen schon zum „Regenerieren“, wir müssen da jetzt wirklich nicht so tun, als ob das was Schlechtes sei.

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Temperaturangaben, Garzeiten, all das ist demnach völlig locker zu sehen. So erklärt sich, dass die Gradangaben auf den Temperaturreglern bei Elektroplanchas eher kreativ zu sehen sind. Ob französischer oder spanischer Hersteller, da sind sie sich einig, Gradzahlanzeige nimmt man in den Ländern nicht so genau, wo weniger gelesen als nach dem Prinzip „Erst versuchen, dann Fehler machen“ vorgegangen wird. Fest steht: Plancha ist’s ab 280 Grad, wer die Nerven dafür nicht hat, sollte sich vielleicht doch lieber an Sous-Vide versuchen, wobei die Kombi, sag ich euch, die Kombi, die macht’s, aber dazu mehr ein andermal.

Rinderflanke

Eure,
Mona Leone, Plancha-Botschafterin

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Geht der Trend zur Elektro-Plancha?

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Eine Woche Messe „Garten München“, der letzte Tag naht, Fazit bisher: Halsschmerzen und ja, wie’s scheint der Trend zur Elektro-Plancha!

Mit dabei habe ich die Grundausstattung: Alle Rainbow-Modelle, auch die neue Profi-Ausführung, schön auf Ständern aufgestellt ums Eck‘. Dann die Silver Stahl (die 75cm-Variante) auf Holzunterwagen, und ein Extrem-Modell in 60cm auf Edelstahlunterwagen, wie ich dachte lediglich vollständigkeitshalber als Stromgerät. Die kleine elektrische Rainbow noch für die Theke; schmales Programm, aber nachdem ich zum Aufbau unverrichteter Dinge allein da stand, war ich froh drum. Sicher, als Gemeinschaftsstand legte Georg von Dirty Harry und Clemens vom Schneidholz Hand an, wenn’s gar nicht ging, aber ich schwör’s: Im nächsten Leben vertreibe ich Federn!

Das Show-Gerät war eher zufällig auch strombetrieben, eine Extrem mit Profi-Plancha, 12mm, damit Chris auch nicht die Puste ausgeht. Ging sie teilweise dann doch, weil das Mikro Samstag bei einer Show nicht wollte, und weil ich so schadenfroh mit meinem fest in der Hand allein unterhielt, ist heute meine Stimme fast ganz weg. Ratet mal wer sich da freut  😉

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Ob’s an der Vorsaison liegt? An der Show? An der scheinbar starken Präsenz von Elektromodellen am Stand? Weil die Extrem natürlich besser aussieht als die Silver? Ich kann es nicht sagen, aber fest steht: Mit 70%-Bestellungen von Elektrogeräten liegen diese vorn wie nie, vor allem dieses Modell:

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Gefolgt vom Gasgerät Silver 60, ein Renner. Auch da kann man sich wieder fragen, ob’s an meiner schwäbischen Beratung liegt:
Vor dem 75cm-Gerät stehend:
Kunde: „Ok, die nehm‘ ich dann“
Ich: „Nööö, die ist doch viel zu groß, so schnell ist doch kein Mensch, da brennt Ihnen doch alles an, bis Sie voll belegt zum Umdrehen kommen“
Kunde: „Ja wenn Sie meine…“
Ich: „Aber sicher doch!“
Deutschlands schlechtester Verkäufer, sage ich da nur. Aber es könne auch am Design liegen, oder am stark verbesserten Preis-Leistungsverhältnis jetzt wo die Preise größtenteils gesunken sind, auch da kann ich noch nicht genau sagen, was oder wer nun genau dafür verantwortlich zu machen ist.

Sonst macht die Messe natürlich wieder richtig Spaß, schön die Freunde aus der Grillszene zu treffen, Kunden aus dem vorigen Jahr und solchen, die von Plancha(s) nicht genug bekommen können, ja, genau, Michael, ich meine Dich, drei Planchas also wirklich, es gibt Ausstellungen, die weniger Geräte haben 🙂  Freue mich, und falls wir uns davor nicht sehen, so hoffe ich doch nächstes Jahr, auch wenn Du keine vierte Plancha kaufst!

Chris nutzte die Gelegenheit, zwischendurch das Essen für die Standnachbarn zuzubereiten; ein System, das sowohl deren Magen als auch unseren Show-Zweck erfüllt, denn immer nur a la plancha grillen und Häppchenweise den Passanten anzubieten, das befriedigt einen Chefkoch natürlich längst nicht. Und wer die eine Sekunde zu lang da stand, wurde effizient eingespannt, schaut euch Gerben an, der freut sich über den Privatunterricht, auch wenn auf seiner schnell umgehängten Schürze mein Name steht.

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So, jetzt schlafe ich besser, denn morgen geht’s zum Endspurt, vielleicht sehen wir uns ja!

Eure,
Mona Leone, Plancha-Botschafterin

#monaleone
#planchaqueen
#plancha

Angrillen nach italienischem Vorbild?

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Die Zeit der Angrill-Veranstaltungen, Frühlingsfeste usw. ist vorbei, endlich Luft holen und schreiben, was mir seit Wochen auf der Seele brennt: Der verlängerte Gedankengang aus dem letztjährigen Blog-Beitrag „Schüchtern, Shuffler oder einfach nur doof?“, denn natürlich hat mich dieses Jahr wieder dasselbe aufgeregt, wie letztes.

Ich mache ja immer dasselbe: Ich beobachte eine Situation, dann fallen mir Sachen auf, ich analysiere und versuche zu verstehen, hole mir Bestätigung (und die bekam ich in Form von vielen Rückmeldungen auf den Blog-Beitrag, vielen Dank nochmal euch allen!), und dann ergeben sich Situationen, aus denen sich mir die Lösung für die Situation erschließt. Abgesehen davon, dass ich so manchmal auch mein Geld verdiene, hier jetzt völlig kostenfrei für alle meine Händler, und solche die’s noch werden wollen 😊 …und natürlich alle anderen Leser.

Letzten Herbst waren ein paar Mädels bei mir in Sizilien. Aus der Schweiz, Irland, Deutschland, Italien – Europa.

Fellini

Abgesehen von viel Unfug und was Frauen sonst noch so tun, wenn sie auf einem Haufen sind, waren wir beim „Festa del Pistacchio“; einem Pistazienfest.

Sizilien, Wiege der Pistazie, klar, warum dann also nicht auch ein Fest dazu machen, 21. – 23. September dieses Jahr, wer zufällig in der Nähe von Raffadali ist.  Nicht dass das Dorf mortz besonders sei, nein, das Dorf nicht, aber seine Pistazien. Besonders auch gute Geschäftsleute, die sehr gute pasticcini machen, also Süßes, und dafür ist Raffadali im Kreis bekannt, weltweit dann eher für seine Pistazien. Ob das Fest jetzt auf den Metzger zurückzuführen ist, der auch wachsen will oder vor seiner Heirat mit Mariangela Pasticciere war, fänd ich witzig, aber das Fest ist jedenfalls eine Kooperation aus Dorf und der dortigen Pistaziengesellschaft…was es nicht alles gibt…

Im Clip wird viel geredet, aber ein bisschen Essen sieht man auch, sonst googelt einfach mal, aber tatsächlich lief das ab wie folgt: Man parkt irgendwo (nachdem man min. 10 Mal nach dem Weg gefragt hat), kommt dann zur Piazza, da stehen kleine Buden, wo Leute Schlange stehen. Also steht man mit, um dann völlig überfordert entscheiden zu müssen, ob man 1, 2 oder gar 3 Verzehrbons will oder gar ein Getränk. Aber was Essen? Das weiß man da noch nicht und da man dort ja auch nichts von Beschilderung hält, geht’s auf die Jagd. Wie toll! Vorbei läuft man an Cannoli-Ständen (Ricotta mit Pistazienfüllung), Wurstbude (die in der Wurst Pistazien hat), Eisständen (ähm mit welchem Geschmack?) usw. Und dann überlegt man eben: Was möchte ich gerne probieren. Und gibt dann seinen Blanko-Bon ab für eine Portion eben. Saubere Sache: Die Standbetreiber hantieren kein Geld, Einheitspreise; alles ganz einfach, wenn man’s dann kapiert hat. Sicher, wir sehen natürlich sofort das Verbesserungspotenzial: Drängeleien, zu wenig Erklärungen, keine Ständekarte, aber vielleicht halten ja noch ein paar unseres Kulturkreises Einzug und es verbessert sich.

Was ich damit sagen will: Wie cool ist das!?! Was sich da völlig harmlos abspielt ist hoch-sozial. Eine Attraktion ist geboten; das Dorf vermarktet sich; Kundenbeziehungen entstehen; das Volk feiert; wer Geld hat, kann’s ausgeben, und wer nicht – und das ist der springende Punkt! – wird NICHT AUSGESCHLOSSEN. Integrität hier das Schlagwort. Fiel mir nicht mal auf, sondern der Irin, soziale Goldherzen, bei denen man sich für seinen Egoismus ständig schämt, love you Ev!

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Auf unseren Kontext bezogen, also die Grill-Welt: Wir wollen auch anziehen; Händler wollen sich vermarkten; Kundenbeziehungen sollen entstehen; man will Neues zeigen; und wie wir das so machen zum Saisonauftakt: Ein Fest bieten.

Aber wer zahlt das? Darum geht’s doch. Der Händler hat schon die Organisation am Hals. Die Lieferanten kommen, um Ihre Neuheiten anzupreisen. Gegessen und getrunken soll auch werden. Ok, Getränke werden jetzt meist verkauft, aber das Essen wird komischerweise immer noch kostenfrei erwartet.

Bzw. mancher hat’s ja gelöst. Zu seinen Gunsten:

Nehmen wir die Messen, wo der Kunde ja Eintritt bezahlt hat. Sieht er irgendwie ja ein. Der Messeveranstalter kommt fein raus, aber leider auf Kosten der Aussteller, denn der Besucher hat sagen wir mal 8 Euro bezahlt, ja, dann will er doch für mindestens 8 Euro essen, damit sich das ganze rentiert!!! Oder ist das etwa nicht so?

Konkretes Beispiel Santos. Da zahlen die Kunden sozusagen einen Dinnerpreis, haben also Eintritt bezahlt, und werden dann verköstigt. Da ich kein Hoflieferant bin, weiß ich nicht, ob die Griller davon etwas haben. Nachfragen kann ich nicht, kommt man ja nicht durch. Und bestehende Lieferanten zu fragen ist unter meinem Niveau bzw. juckt mich auch nicht, denn die Veranstaltung operiert noch immer nach dem Ausschließungsprinzip: Zahl oder Du darfst hier nicht rein. Cool macht’s BOS Food, denn da ist’s für einen guten Zweck  – da macht man wiederum gerne mit.

Aber ich verstehe den Ansatz schon: Wer nicht mal den Eintritt zahlen kann, wie will der sich dann so ein teures Gerät leisten, wie ich’s ihm verkaufen will. Stimmt schon. Aber stößt mir gegen meine Moral. Ist doch irgendwie fies. Zumal das noch lange nicht heißt, dass ich’s mir morgen nicht leisten kann. Ist es nicht auch Aufgabe der Gesellschaft, Anreize zu bieten für die, die sich verbessern wollen?

Hmmm, ich schweife ab, aber ihr wisst schon, worauf ich hinaus will: Warum können nächstes Jahr nicht einfach zur Saisoneröffnung Verzehrbons verkauft werden, oder von Händlern und Lieferanten an bestimmte Kontakte verschenkt werden. Oder einen bekommt jeder Gast geschenkt – weitere können käuflich erworben werden. Totaler Festcharakter, wenn die Gäste so durch die Reihen schlendern, sich aufgeregt darüber unterhalten, was sie nun probieren wollen, das ist doch viel spannender! Pflegt die Kommunikation: Darf ich bei dir probieren, ok wenn Du das nimmst, nehm ich das, voll schön!
(Nebeneffekt: Damit wäre gleichzeitig die Anzahl begrenzt, wie oft der Schuffler zugreifen kann.)

Was soll daran schlecht sein, wenn man kommuniziert: Hey, Du bist mein Kunde, ich hab dich lieb und dafür organisiere ich dir ein Fest. Da kannst Du dich umschauen, einen tollen Samstag verbringen, Neues sehen, ausprobieren, aber bitte verstehe: Essen kostet Geld, aber ICH ZWINGE DICH NICHT, GELD AUSZUGEBEN. Wenn Du willst, gerne, aber Du musst nicht, ich hab dich trotzdem lieb.

Ob und wie das Geld dann verteilt wird, kann man dann ja sehen bzw. mit der Erfahrung verfeinern, aber ich finde es ist Zeit, da irgendetws zu ändern.

Na, liebe Händler, Lust das fürs nächste Jahr nach italienischem Vorbild aufzuziehen? …nur eben viel besser? 🙂

Eure,

Mona Leone, Plancha-Botschafterin
PS: Zum Nachlesen wie immer auf meiner Seite Plancha-Grillen

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Die Sache mit der Beschichtung

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„Da ist die Beschichtung zerkratzt“, sagt der Kunde und ich gerate ins Grübeln. Welche Beschichtung? 6mm-Stahl-Plancha, da ist doch nichts, die kriegt man doch nicht kaputt! Oder redet der Kunde doch vom emaillierten Gusseisen und weiß es nur nicht? „Na, das Schwarze“, sagt er, aber das Emaille ist auch schwarz. Also bis ich schnallte, dass der Kunde den Kohlenstoff meint, ging’s beim ersten Mal noch eine Weile, aber dafür bin ich jetzt in Sprintposition, direkt auch schon in der Beratung: „…denn das ist keine Teflon-Beschichtung, wo das Gerät dann kaputt ist, wenn die zerkratzt, nein!, da wurde lediglich am Schluss bei der Stahlverarbeitung mit Kohlenstoff ausgewälzt, also das Puder drauf und einmal mit der Walze drüber gerollt, fertig, damit’s hübsch aussieht.“

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Der gute Kohlenstoff. Er hat überhaupt keine technische Bewandtnis oder Funktion, außer tatsächlich der, den Stahl hübscher aussehen zu lassen, bis Er (Stahl = silbern) eingebrannt ist (Patina = schwärzlich). Der Übergang ist hässlich, stört den privaten Nutzer, der sich ja an der Ästhetik seines neu erworbenen guten Stücks erfreuen will. Also lieber irgendwie vor-schwärzen. Und warum dann nicht mit Kohlenstoff, der an sich unserem aktuellen Designbewusstsein voll entspricht: matt, durch und durch schwarz, perfekt.

Kohlenstoff ist ja organisch. Abgesehen davon, dass er zum Schwärzen der Pizza in den Teig eingearbeitet werden kann, wirkt er lediglich etwas bindend. Auf Deutsch: Rezeptfrei in größerer Dosis in Tablettenform gegen Durchfall, und auch Giftstoffe bindend, sollte z. B. ein Kind unglücklicherweise Medikamente, Schwermetalle oder giftige Nahrungsmittel eingenommen haben. Da ist von medizinischem Kohlenstoff die Rede, aber reiner Kohlenstoff ist immer reiner Kohlenstoff, d. h. der Plancha-Hersteller hat nicht etwa den Metallofen mit Holz beheizt und rollt jetzt mit der Asche einmal über den Stahlbräter.

Kohlenstoff ist voll interessant, kleiner Ausflug ins Übersetzen. Ich beschäftige mich ja mit Übersetzungskunst, also mit der Darstellung des Konzepts, was Übersetzen ist. Wenn Kohlenstoff gepresst wird und unter Einwirkung von Zeit, wird er zum Diamanten, dessen chemische Formel die absolut gleiche ist, wie das, was sonst in den Grill kommt. Fred Kassner hat diesen Ring für mich angefertigt, bzw. für meine Ausstellung „Die Kunst des Übersetzens“, kann übrigens gebucht werden.

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Kohlenstoff auf der einen Seite, der Diamant auf der anderen. Beides dasselbe, „le même“, wie das französische Wort für das Gleiche, das sich sogar in sich selbst wiederholt: Zwei Buchstaben, die gleich sind, nur eben anders, genauso wie der Kohlenstoff, einmal schwarz und dann als Diamant, oder Übersetzung: Die eine Sprache auf der einen Seite und die andere auf der anderen.

Wie gesagt, organisch, und wenn wir schon beim Thema sind: Wenn wir uns verbrennen lassen, kommt am Schluss nichts anderes bei raus und wer will, kann sich von seinen Lieben daraus einen Diamanten pressen lassen und um den Hals hängen. Schon krass. Hier einfach mal einen Link, ließe sich bestimmt auch aus was anderem machen, wenn ihr kein Familienmitglied opfern wollt.

Aber wen oder was wir jetzt dazu nehmen könnten, soweit sind wir ja nicht; wir sind jetzt einfach nur bei dem bisschen Kohlenstoff, der auf den Stahl aufgetragen wurde, damit er schwarz ist, wer oder was für die Gewinnung des vom Hersteller auch nur gekauften Produkts herhalten musste, ist völlig schnurz.

Wobei der Hersteller behauptet, dass der Kohlenstoff gegen Rost schütze. Also ich weiß ja nicht. So wie Nylonstrümpfe bei minus 20 Grad vielleicht, aber doch nicht wirklich. Können wir also drehen wie wir wollen: Carbon (C) kam wirklich nur zum Schönaussehen drauf. Noch nicht mal so wie Mehl auf der Arbeitsplatte unter den Teig, damit er nicht anklebt, sondern wirklich unnütz oben drauf. Unnütz wenn man die Ästhetik außen vorlässt, wie gesagt.

Folglich keine Panik, wenn beim Auspacken irgendwo ein Kratzer-le ist, oder später beim Schaben, starkem Ablöschen o. ä. etwas Schwarz runter kommt bzw. das silberne Stahl plötzlich stellenweise vor lugt: Ist nicht schlimm, echt nicht! Einfach weiter benutzen, einbrennen, mit günstigem Pflanzenöl anfangs wirklich nicht sparsam umgehen und flugs wird’s wieder dunkle. Nicht schwarz, wie „Kohlenstoff“ oder „Verbrannt“, sondern einen Ticken ins Braune, je nach Lichteinfall.

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Und einfach vollständigkeitshalber: Wer vom Kohlenstoff etwas verspeist, braucht nicht etwa zur Apotheke rennen und eine Kohletablette kaufen, um gegen eine Vergiftung zu wirken. Logisch nicht, denn das hat derjenige ja bereits getan.

Auf die Sache mit den Krebserregern bei Verbranntem gehe ich jetzt nicht ein, nur insofern, als dass neben Kohlenstoff bei verbrannten Nahrungsmitteln unzählige sehr gesundheitsschädliche und krebserregende chemische Stoffe entstehen. Aber mal ehrlich: Wer Essen kauft, um es anschließend zu verbrennen, der steht vermutlich auf derselben Stufe wie derjenige, der sich ein paar mit Kohlenstoff ausgewälzten Planchas nur deshalb kauft, um den Kohlenstoff runter zu schaben und löffelweise zu verspeisen – also solchen Menschen ist meiner Meinung nach eh nicht zu helfen 🙂

Mona Leone, Plancha-Botschafterin
PS: Zum Nachlesen wie immer auf meiner Seite Plancha-Grillen

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Feuerplatten – wie Raclette, nur gesünder

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Im Artikel des aktuellen Fire & Food-Magazin werden Plancha und Feuerplatten gegenübergestellt – super. An sich ist leicht bestimmt, was eine Plancha ist und was nicht, wenn man sich die drei Definitionsmerkmale ins Gedächtnis ruft, die aus dem Ding machen, was es ist:

  • Eine durchgängige Platte, wo nichts durchfällt und
  • die stabil um die 300 Grad Hitze hat,
  • gekoppelt mit einem Flüssigkeitsauffangbehälter, in den‘s reinläuft.

Erfüllt etwas diese Kriterien nicht, ist es keine Plancha. Wie auch beim Bräter können natürlich viele Plancha-Gerichte darauf zubereitet werden, denken wir mal an Bacon, Eier, Burger und die üblichen Konsorten. Aber die Kriterien als Ursache sorgen ja für Resultate, und dieser Ansatz entspricht modernem Marketing: Dass etwas auf eine bestimmte Art ist, soll ja etwas Bestimmtes bezwecken und die gewünschten Ergebnisse, so langweilig das auch klingen mag, sind physikalischer Natur. Denn bei Plancha müssen drei Dinge passieren:

  • Der Leidenfrosteffekt (dass z. B. die Fischhaut nicht anklebt),
  • die Sublimation (dass z. B. das Gemüse nicht latschig wird),
  • und der Thermoschock (sodass ich die Röstaromen abschrecken und verwerten kann UND DAMIT SICH DIE LEICHTE REINIGUNG ERGIBT).

Und das passiert bei der Feuerplatte nicht. Wer kritisch ist, kann selbst googeln, ab welcher Temperatur der Leidenfrosteffekt zuverlässig entsteht und auch das Sublimieren, aber davon unabhängig: So einfach kann ich nun mal nichts Liquides auf die Feuerplatte kippen.

Feuerplatte

Nehmen wir mal dieses Muschelrezept, oft publiziert und noch öfter bei Shows ins Rampenlicht gerückt: 1/3 Olivenöl + 1/3 Cidre + 1/3 Zitronensaft. Das lässt sich beim besten Willen nicht gesundheitsgefährdend über eine Platte gießen, unter der offenes Feuer flackert. Das Öl & Co. würde durch die leichte Neigung in die Flamme laufen und das Feuer auflodern lassen…

Wobei ich das Feuer da in der Mitte schon echt tolle finde. Hat sowas kuschliges. Wie alle Feuer. Und darin sehe ich die ehrliche Zielgruppe für Feuerplatten: In der Mitte fackelt’s, man kann lässig Drumrum stehen, eine Hand hält einen Nero d`Avola und mit der anderen drehe ich irgendwann ganz gemächlich das Stück um, das ich drauf liegen habe, vermutlich einen Hühnerschenkel, den ich zuvor von Chris entbeinen ließ 😉  Da könnte man vermutlich auch einen höheren Absatz tragen, man steht ja lässig da, von wegen Turnschuhe, hmmm dem lässt sich eindeutig was abgewinnen. Und was juckt mich schon die Putzerei, ich wäre in dem Fall ja irgendwo zu Gast, ach was soll’s Steak esse ich auch ganz gerne, der Gedanke wird besser und besser! Feuerplatten sind kommunikativ und gehören für mich in die Rubrik Raclette und Fondue, nur gesünder, weil halt Draußen und im Stehen.

Ich will sagen: Feuerplatten finde ich toll. Sind halt etwas anderes und für etwas anderes, aber an sich schon gut. Für praktische Ernährung und für meinen Usus, also ganze Gerichte zuzubereiten mit viel Wenden und so ist jedoch nicht drin. Ohne Ränder, nur auf einer relativ schmalen Fläche, da lässt sich schwer Hantieren ohne dass auch mal was ins Feuer fällt. Was ja nicht dramatisch ist, sondern einfach nur Verschwendung und auf die stehe ich halt nicht. Aber andere sind da bestimmt geschickter als ich und für diejenigen mag das so schon passen. Außerdem macht ja die Physik den Unterschied im Geschmack und für die Plancha-typische ist die Feuerplatte eben nicht ausreichend, kann man drehen wie man will. Apropos Physik, die ja in aller Kocherei und Grillerei steckt: Kennt ihr schon Werner Grubers Buch zur kulinarischen Physik? Physiker von Beruf und Koch in der Passion, ich finde das, was der Österreicher da so schreibt, interessant.

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So bleibe ich also weiterhin mangels konkurrenzfähiger Alternative beim Plancha-Grillen, und bis dann,

Eure,

Mona Leone, Plancha-Botschafterin

#monaleone
#planchaqueen
#plancha

Plancha & die Exit-Strategie

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Ich würde euch jetzt gerne erzählen, wie das Feedback zum Saisonauftakt bei den Grillexperten in Osterholz-Scharmbeck war. Aber dann kam der Schnee und alles kam anders und wer etwas über Plancha lesen mag, muss sich noch mit alten Beiträgen begnügen.

Geplant waren Bilder & Anekdoten, denn die ergeben sich im Austausch mit Plancha-Interessierten ja immer. Anxious wie ich bin (engl. bemüht, bestrebt, aber auch ängstlich), waren die Flüge schon für Mittwoch gebucht, Zeit für Unvorgesehenes und Familienbesuch eingeplant. Wir reisen ja immer, und Di-Do sind so unsere typischen Reisetage bei Wochenendgigs.

Sicher haben wir die sich verändernden Wetterwarnungen mitverfolgt, sollte ab Mittwochmittag schlimmer werden und auch eher auf der östlichen Seite, also dachte ich, dass wir westlich Frühmorgens noch gut wegkommen sollten. Aber nein, statt 8:10 Uhr in den Lüften zu schwingen, kauerte ich auf dem Heizkörper im Flughafengang, war zunehmend ja nirgends mehr Platz zu finden. Halbstündige Verspätungsanzeigen wurden 23,80 Pfund später durch die Annullierung abgelöst und hungrig war ich trotzdem. Während die Panik um uns herum zunahm ‚this is the worst day of my life!‘, ging mir nicht mal der Puls hoch. Nach 17 Jahren intensiven Reisens ist man so einiges gewöhnt, ich sage nur 3 Stunden Busverspätung, weil Scheibenwischer gewechselt werden mussten (in Irland, wo die Regenwahrscheinlichkeit bei 99,9% liegt!) und der Flug natürlich verpasst war, oder Flugumleitung nach Paris, wo ich vor Jahren eine Nacht festhing und ich deshalb schon mal auf dem Rücken unter dem Eiffelturm lag (bis mich die Polizei verscheuchte).

So hatte ich also von der Heizung aus längst für 12,90 Pfund neue Flüge für Freitag gebucht, denn eins steht fest: Ist erst annulliert und die Passagiere nach zusätzlicher stundenlanger Warterei geblickt haben, dass man letztlich immer auf sich selbst gestellt ist, steigt die Nachfrage und damit der Preis.

Ich frage mich, wer sich bei sowas überhaupt noch anstellt, ehrlich, es wird einem doch höchstens etwas Falsches gesagt und dann auf Online-Plattformen verwiesen. Das Chaos mit den Pendelbussen in die Stadt ging folglich auch erst nach uns los. Und wieder im Warmen, widmete ich mich der Exit-Strategie – das gute deutsche Fachwort für das, was ich Plan B nenne. Und nachdem es bei mir kein B ohne C und D gibt, rief ich sofort meinen Kunden an, um zu informieren, könnte ja sein, man will uns gar nicht. Aber nein, wir waren weiterhin gewollt, also buchte ich noch ab Edinburgh für Donnerstag, sicher ist sicher.

Und dann brach eigentlich erst das Chaos aus und was man in Schonach entspannt als normale Ladung Neuschnee behandeln würde, bekam hier die Notstufe Rot verpasst (= Lebensgefahr beim Verlassen des Hauses), Kfz-Versicherungen setzten Policen außer Kraft, und so kam es, dass sich nicht nur unser tapferer Schreiner verzog, sondern das ganze Land, Flughäfen geschlossen, Hotels waren bald ausgebucht, aber wie ihr ja wisst, gehören wir in einem längst zum Mobiliar. So ohne Handwerker wohl weit länger als geplant, aber wie will man bei sowas auch planen, ich geb’s echt auf. Nichtmal Essen ließ sich planen: Alle Gastronomie solidarisch dicht, nur wenige Geschäfte offen, die ungeniert ihre nackten Regale feil boten: Nicht was wird heute gegessen wurde zur Frage, sondern ob. 

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Der Donnerstagsflug wurde schon Mittwochabend annulliert und die Stadt war wirklich tot.

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Der für Freitagsflug wurde am Donnerstagabend auf einen südlichen Flughafen verschoben, aber ohne Bus- und Zugverkehr, funktionierte sowieso gar nichts. Schade, wir hätten am Sanstag so gerne gegrillt. Wie machtlos man sich da fühlt; wie machtlos man da ist! Zuverlässigkeit steht bei mir ganz oben, und auch wenn ich weiß, dass das nicht meine Schuld ist, ist mir das Ganze ins Kreuz gefahren, Körper & Geist sind leider nicht immer einer Meinung.

Während hier langsam Normalität einkehrt, versuche ich also Donnerstag wieder mein Glück (Plan G), denn Ebbos Geschäftseröffnung in Schorndorf soll nicht ohne mich sein. Bis dahin sollten auch die letzten festgehangenen Passagiere abgefertigt sein. Aber was sage ich da, dieses Jahr ist bisher alles anders gekommen, als ich wollte oder dachte. Was sich davon mittel- oder langfristig auswirkt, positiv wie negativ, zeigt sich ja immer erst hinterher.

Derweil also einen guten Wochenauftakt!

Mona Leone, Plancha-Botschafterin

#monaleone
#planchaqueen
#plancha

Von Ursache & Ergebnis

Heute geht’s um Globale versus Lokale: Was Dir warum woanders gefällt, und wie Du’s ehrlich gesagt bei Dir lieber hast. Und warum. Und darum, dass Dein Denkergebnis zum besseren Plancha-Genuss führen wird.

Ging’s euch auch so: Praktikum mit 14, Berufsberatung mit 15, und mit 16 solltest Du schon wissen, was mal aus dir werden soll? Bei mir war das so. Mit 14 hatte ich nur Jungs im Kopf und schon immer praktisch orientiert, machte ich meins also im Kreiswehrersatzamt, denn da mussten ja alle Jungs hin – im passenden Alter und aus meinem Einzugsbereich. Soviel Zielorientierung (mit 14!) – peinlich… Es ging ähnlich aussichtslos weiter: Beim Berufsberater bekam ich den Schnabel wie immer nicht zu, Mathe eine Eins, päng die wenig kreative Empfehlung: Bankkauffrau. Eine Bewerbung geschrieben und ich bekam den Platz. In den Jahren danach hatte ich genug Zeit, mich dafür zu schimpfen, dass ich immer gleich los renne.

Älter werden ist ja was Schönes. Endlich blickt man ein paar Sachen; Zusammenhänge. Wie doof man war…

Vor 15 Jahren oder so habe ich mal einen Kurs in Lokalisierung gemacht: Lokale Referenzen einzubauen, damit sich der Angesprochene „Zuhause“ fühlt. In der Übersetzungswelt ist das sehr EDV-lastig, fand ich deshalb nicht so spannend, und obwohl ich damals einer von total wenigen zertifizierten Lokalisierungsexperten weltweit war, kapierte ich das ehrlich gesagt nicht so richtig.

Jetzt sind 15 Jahre ja eine Menge Zeit und da denkt man zum Glück eine Menge: Wenn meine Mutter beim Grenzübertritt nach Italien unsere italienischen Pässe zuoberst legte, damit der Zöllner denkt „aha, die gehören zu uns“, und uns nicht anhält. Auf dem Rückweg unsere deutschen (da binational), damit sich der Deutsche in uns wieder erkennt aus demselben Grund – totale Lokalisierung, „dazu gehören“, Gruppenverhalten, Neigungen und Tendenzen Anderer für sich nutzen – ja, meine Mutter mischte da in der Lokalisierungsbewegung ganz vorne mit.

Lokalisierung ist sozusagen das Gegenteil von Globalisierung; damit war die Welt die Jahre viel stärker beschäftigt. Alles sollte von allen verstanden werden, so wenig lokale Referenzen einbauen wie möglich, damit sich jeder angesprochen fühlt. Auch da fällt mir wieder meine Mutter ein: „Wer alles will, kriegt am Schluss nichts“. Stimmt, wer überall dazu gehören will, gehört am Ende nirgends dazu. Im übertragenen Sinne sind das die Gelegenheiten, bei denen andere zu Besuch/Partys/Events eingeladen werden und wir nicht, denn bei uns geht man davon aus, dass wir sowieso nicht da sind.

Globalisierung ist der Kein-Ort, und Lokalisierung ist das Hier. Übersetzt: Das eine ist der Online-Shop, das andere der Händler vor Ort. Das eine nervt mich (in der Administration & Legislative), die Händler liebe ich.

Wir reisen ja ständig (ich wollte Stewardess werden, aber dafür war ich noch zu jung), aber was auch immer ich plane, ändert sich dauernd, gepriesen sei die Flexibilität. Da noch den Überblick zu behalten, ist schon für uns schwer, und selbst meine Kinder oder Eltern haben längst aufgegeben, da noch eine Spur verfolgen zu wollen. Spion oder Verbrecher wäre da passend in der Berufswahl gewesen.

Wobei ich viel lieber Architekt geworden wäre. Glasgow bauen wir schon seit 3 Jahren um und nachdem die paar Quadratmeter in Deutschland auch gerade erneuert sind, geht’s in Sizilien weiter. Wäre ich Architekt, ließen sich bestimmt noch schönere Orte kreieren, aber ehrlich gesagt wäre Spediteur weit sinnvoller gewesen, denn ich schleppe ja ständig irgendwas von A nach B. Und ich habe mir längst geschworen, dass ich im nächsten Leben mit Federn handle; Planchas sind einfach zu schwer!

Derzeit bin ich mit Re-Import beschäftigt. Die schottische Wolldecke geht zurück nach Glasgow und die sizilianischen Töpfereien fahre ich nächsten Monat wieder runter. Alles Ergebnisse von zu viel Reisen: Anfangs nimmt man noch Mitbringsel mit, aber mit der Zeit ist es einfach schön, dass etwas da ist, wo man es erwartet. Mitbringsel sind so betrachtet Globalisierung und etwas am Ort lassen, Lokalisierung. Hat also etwas mit Erwartungshaltung zu tun.

Bei der Badrennovierung stellte sich heraus, es regnet rein. Natürlich rede ich nicht von Deutschland; da erwarte ich, dass es NICHT rein regnet. In Sizilien auch nicht, denn da erwarte ich schlichtweg, dass es nicht regnet. Aber in Glasgow? Klar regnet’s da rein. So ohne Bad hat uns die Versicherung also ins Hotel verfrachtet, und fragt mich jetzt bloß nicht, warum das die Versicherung zahlt: Keine Ahnung, ist halt (hier?) so. Viel spannender war für mich die Frage, in welches Hotel man hier vor Ort geht. Stellt euch vor, ihr sollt euch ein Zimmer vor eurer Nase nehmen: Wie würdest Du wählen? Ich wollte zur Abwechslung mal nicht praktisch wählen, sondern mit dem Hintergrund: Wo möchte ich hin, was gefällt mir? Wenn man sich solche Fragen stellt, wird das ganz schön schwierig, denn spontan wollte ich auf die Isle of Skye, aber da hätte wohl die Versicherung nicht mitgespielt. Wobei…was weiß denn ich schon, was man hier ok findet… So kommt’s dass ich gerade im Bett liege, auf den Kelvingrove Park samt Museum schaue, in einem total hübschen Guest House, direkt am Fuß der Uni, die aussieht wie bei Harry Potter. Es sieht typisch aus. Und aktuell am Wichtigsten: Es gibt ein geniales, total geschickt in den Raum eingebautes Bad 😉

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Sorry, etwas dunkel, aber ihr habt glaube ich Schnee, wir nicht, aber dafür auch keine Sonne. Hier deutlichere Bilder.

Was ich damit sagen will? Im nächsten Leben werde ich Klempner. Auf jeden Fall Handwerker. Denn das ist ein globales Problem: Gute Handwerker in akzeptabler Zeit – Goldstaub. In Deutschland bekomme ich seit über 5 Jahren keinen Elektriker ins Haus, der mir einen Lichtschalter einbaut. Hier in Glasgow sind schon 7 Klempner beim Anblick der Geberit-Spülung davon gerannt: Mit schwebendem Klo? Das kann nicht funktionieren und wenn das eine Frau sagt, schon gleich zweimal nicht. Deswegen werde ich im nächsten Leben trotzdem kein Mann.

Mit den Hotels und so denkt ja immer jeder, dass das voll toll sei. Ist es aber nicht. Klar, motzen auf hohem Niveau, aber mir ist klar, dass ich kein Frühstück mehr bekomme, wenn ich gleich den Blog hier fertig geschrieben habe. Ach wäre ich doch nur Zuhaus‘… die Sehnsucht nach der Lokale…

Huch, und da kommt gerade eine Rezeptbuchbestellung rein! Ich liebe es, am Laptop zu arbeiten, völlig ortsunabhängig, am Arsch der Welt. Ich könnte auf dem Mond sitzen, schon genial. …Wenn’s da Internet hätte…immer diese Bedingungen. …gleich kommt der Maler und malt’s mir… scheiß-Rennovierungsarbeiten… Aber Deutsch sollte der schon sein… Päng – wieder diese Lokale, ich bin halt einfach Deutsch. Was mich wieder zu den Rezeptbüchern bringt, denn warum kommt es denn so gut bei uns an? WEIL ich in den deutschen Geschmacksraum übertragen habe. WEIL wir nicht mit Produkten arbeiten, die schwer zu finden sind. WEIL ich lokalisiert habe.

Herrlich, so ein Montagmorgen. Wenn man die Gedanken einfach so schweifen lassen kann. Aber jetzt ist Schluss, gearbeitet wird, aber was ich eigentlich heute mit euch teilen wollte: „Was das Hänschen nicht kann, kann der Hans nimmermehr“ und im umgekehrten Sinne: Wie man früher schon tickte, so tickt man heute immer noch. Man hat’s damals vielleicht noch nicht geblickt, aber an sich war es schon immer so: Mich fasziniert das Spiel von Globale und Lokale. Ich blick’s langsam besser, erkenne die jeweiligen Vor- und Nachteile an, und mich in diesem Raum von Hier und Da zu bewegen, fiel mir schon immer leicht, aber jetzt ist’s bewusster. Und egal, wie oft es mich ärgert, ich lebe an sich genau das, was ich schon immer wollte. An meinem Denken hat sich auch nichts geändert. Schlussfolglich werde ich in den nächsten Jahren nur dasselbe weiter verfolgen, dem Grundrezept der Menschheit auf der Spur.

Wenn ich Dich dazu anregen konnte, dass Du dich kurz fragst, wie Du zu Mitbringseln stehst; ob es dir nicht doch ganz recht ist, dass Du weißt, wie’s bei dir funktioniert; dass Du eigentlich samt Nachteile genau das lebst, wie Du schon immer dachtest, tja, dann hat es sich gelohnt. Denn dann bist Du einen Schritt näher zum Plancha-Gedanken, wie ich ihn kommunizieren möchte: Bringt doch alles nichts zu wissen, wie man’s dort macht; wichtig ist doch, wie Du’s für Dich haben willst!

Bis bald Eure,
Mona Leone, Plancha-Botschafterin

#monaleone
#planchaqueen
#plancha

Sauer macht lustig, und bitter macht…?

„Schwäbisch“ foppt mich KH auf meinen Post hin, Versuche mit den hängen gebliebenen Oliven zu starten. Stimmt, aber wie immer auch auf der Suche nach neuen Geschmacksdimensionen. Folglich bringt es nichts, Familienangehörige nach dem rechten Umgang mit schwarzen Oliven zu fragen oder Youtube zu konsultieren.
(Übrigens: Schwarze Oliven sind nicht etwa eine andere Olivensorte als die grünen, sondern das sind grüne, die länger hängen blieben.)
((Vorsicht: Schwarz gefärbte grüne Oliven sind ein Produkt der Nahrungsmittelindustrie und da fehlt geschmacklich die zusätzliche Reife unabhängig von der Farbgebung.))

Oliven

Zurück zum Thema, erspart es euch, auf eine frisch gepflückte Olive zu beißen, gleich in welchem Reifegrad, grxxxxtfexxx. Ich sortierte die meinen, denn Ordnung muss sein: Die schwarzen Oliven mit Meersalz versehen, die lilafarbenen angequetscht und dann gesalzen, und die grünen kochte ich ½ Stunde in Essigwasser. Den Sud gleich probiert in der Hoffnung, es ergäbe sich eine Wunderbrühe, die sich zum Ablöschen auf der Plancha eigne, aber nein: Bitter und widerlich. Oder widerlich, weil bitter? Wie Saint-Saëns schon sagte: „much was good and new, though what was good was not new and what new, not good.“ – Das Neue ist also nicht gut und das Gute nicht neu. Und so schweife ich ab in die Welt der Theorie – bitter hat mich offensichtlich neugierig und nachdenklich gemacht:

Stimmt, erinnert ihr euch noch an die 1. Tasse Kaffee? Ich weiß noch, wie schrecklich ich die fand. Jetzt? Trinke ich zu viel, von Widerlich keine Spur. Meine Olivenbrühe war jedoch damit nicht zu vergleichen, wobei die Kaffeebohne ja auch erst fermentiert. Mache ich nächstes Jahr, an meinen Bäumen hängt jetzt nichts mehr.

Und da schon im Geiste, ging mir das Wasser nicht aus dem Kopf. Bei der Olivenölgewinnung wird das Öl ja auch vom Wasser getrennt. Was damit wohl passiert?
Und wiedermal finde ich’s voll praktisch, dass ich auf andere Sprachen googeln kann, erwarte ich im Deutschen weniger Wissenwertes zur Olivenwasserentsorgung / -verwertung, als auf Italienisch, Spanisch oder Griechisch, wobei ich letzteres ja auch nicht kann, aber wozu hat man Freunde, doch dazu später.

Italienisch war schon ergiebig: acqua di vegetazione (AV) ist wohl ein echtes Umweltproblem. 1 m3 davon entspricht dem organischen Abwasser von 100.000 Einwohnern – krass! Und prompt gibt’s zum Thema EU-Projekte, Kooperationen von besagten Suspekten, und auch da ist das Fermentieren Schlüssel (plus Verdünnen), damit sich die Entsorgung auf den Feldern schadlos auswirkt.

Inwiefern sich die vielen guten Eigenschaften verwerten lassen, steht noch in der Entwicklung: Antioxidantien, Antikrebs- und Antimikrobiotisch – Stoffe, die sich lohnen würden, sinnvoll zu nutzen, sagt auch der Grieche, den ich zum (auf Deutsch) Oliven-Vegetationswasser (OMWW – olive mill waste water, deutsche Abkürzung schon nicht mehr Deutsch) befragte: Efthimios Christakis geht direkt ein in die Debatte um die Haltbarkeit ein, wie wichtig der richtige Wasserentzug für die Ölqualität sei, und welch großes Problem sich bei der Entsorgung des übel riechenden Abwassers ergäbe, das an sich jedoch ein gutes Düngemittel sei.
Kurz und knapp recht gut der dt. Wikipedia-Eintrag.

Vorerst ist jedoch mein ganzes Wissen, meine Ergebnisse, völlig ungenießbar und auf Plancha-Rezepte mit fermentiertem Eau d’Olive müsst ihr folglich bis mindestens nächstes Jahr warten, denn auch die gekochten Oliven waren auch grauslich, selbst zur Paste verarbeitet mit Zitrone aufgefrischt und auf diverse Arten gewürzt, da nutzte selbst frisches Brot nichts mehr. Oh Schmerz, wie blutet dem Schwaben das Herz, ab in den Müll.

Doch seid gewarnt: Etwas bitter werde ich akzeptieren, denn sauer macht lustig und bitter macht schlank, so die Studien, und ich fürchte, ich kann es mir auch nicht mehr leistern, auf natürliche Helferlein zu verzichten: Die Bitterstoffe signalisieren uns im Hirn, dass das Folgende ungenießbar ist, und unser Appetit wird gehemmt, also weniger gegessen, schon praktisch.

Doch um mit richtig positiver Schlussnote zu enden: Zitronatzitrone, schon mal probiert? Hört sich ja doppelt-gemoppelt an und mir gefällt die Bezeichnung Zedernapfel da weit besser, auch wenn ich da an keine Kindheitserinnerungen anknüpfen kann. Für mich sah die Frucht, die Arturo mir in San Leone als Abschiedsgeschenk aus dem Garten holte, eher aus wie eine Zitrone, die unter Beulenpest litt. Die Schale solle ich nicht essen, die Zitrone in der Mitte auch nicht, sondern nur die Haut. Ich nahm das Geschenk dankend entgegen und hoffe, meine Mimik ließ mich nicht im Stich, aber ähnlich ambivalent reagierten Alizia und Sven, mit denen ich das gute Stück wenige Stunden später zurück auf deutschem Boden sezierte:

Und siehe da: Die Haut schmeckt echt gut! Eher neutral, süßlich, so alb ob der Fruchtzucker vom Fruchtfleisch in die Haut verdrängt wurde, denn das wiederum ist supersauer. An sich ergibt sich der Kick aus der Kombi mit etwas Fruchtfleisch, so unser Resümmee und einen Versuch Wert, wenn sich euch mal die Gelegenheit bietet!

Auf der Plancha? Bestimmt gut, aber auch das muss bis zum nächsten Trip warten, Koffer ist bis auf Brokkoli und Fenchel jetzt leer.

Eure,

Mona Leone, Plancha-Botschafterin
www.plancha-grillen.com
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#planchaqueen
#plancha

Plancha-Termine 2018

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Und endlich stehen auch unsere Termine fürs 1. Halbjahr+:

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21. April 2018 Plancha für Einsteiger 149 Euro / Person 78194 Immendingen-Ippingen
22. April 2018 Plancha für Fortgeschrittene 149 Euro / Person 78194 Immendingen-Ippingen
1. Juni 2018 Plancha im Schnelleinstieg 75 Euro / Person 13059 Berlin
3. Juni 2018 Plancha im Schnelleinstieg 75 Euro / Person 13059 Berlin
14. Juli 2018 Plancha für Einsteiger 129 Euro / Person 77797 Ohlsbach
17. Juli 2018 Plancha für Jedermann 149 Euro / Person 40667 Meerbusch
28. Juli 2018 Plancha für Einsteiger 149 Euro / Person 78194 Immendingen-Ippingen
29. Juli 2018 Plancha für Fortgeschrittene 149 Euro / Person 78194 Immendingen-Ippingen
8. September 2018 Plancha für Einsteiger 149 Euro / Person 78194 Immendingen-Ippingen
9. September 2018 Plancha für Fortgeschrittene 149 Euro / Person 78194 Immendingen-Ippingen

Der Preis kann als Leitfaden zur Menüfolge und Ausweitung im Kursinhalt genommen werden: Beim teuersten ist noch Filettierkunst (Fleisch / Fisch) dabei, Getränke sind inklusive, im Einsteigerbereich sind gängigere Zutaten zu Gange ausschließlich auf der Plancha, während es bei den Fortgeschrittenen um die Kombi mit anderen Gararten (Sous-vide, Vakuumieren usw.) und mit ausgefalleneren Zutaten durchaus komplexer zugeht und Plancha-Einsteigerwissen voraussetzt.IMG_6210.JPGKursinhalte: Einblicke in die spanische Grillkunst im Unterschied zu anderen Gararten und zum herkömmlichen Grillen. Plancha-Experte Mona Leone stellt zusammen mit Profi-Koch und Planchista Chris Sandford, bekannt von Events und aus Fire & Food, die wichtigsten Merkmale von „a la plancha“ heraus, gemeinsam wird mit den Teilnehmern unter die Lupe genommen, was man zum Plancha-Grillen braucht (und was nicht). Es werden passende Marinaden und Saucen zubereitet, und dabei eine typische Menüfolge aufgelegt, die schnell 6-7 Gänge hat. Einziges Muss: Hunger und Turnschuhe, denn bei Plancha geht’s schnell her!

Die Kurse in Berlin finden im Rahmen des Grill- & BBQ-Festivals statt, d. h. der Kurs ist deshalb in der Länge gekürzt und vermutlich von den Bedingungen her etwas anders gelagert.

Wer Einsteiger- und Fortgeschritten in der Kombi bucht, kommt in den Genuss von 30 Euro Preisnachlass.

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Wenn ihr nur mal ein Auge auf uns werfen wollt bzw. Antworten sucht und einen Happen probieren möchtet, sind wir bisher verbindlich auf diesen Veranstaltungen zu finden:

3. März 2018 Saisonstart bei Fa. Ziegeler Grillexperten, Osterholz-Scharmbeck
10. – 11. März 2018 Geschäftseröffnung nach Umzug Grillworld Schorndorf
9. – 13. März 2018 Internorga Hamburg
14. / 15. April 2018 Saisonstart Fa. Klink Gartenmöbel Mönsheim
25. + 26. April 2018 CITTI-Markt Kiel
27. April 2018 CITTI-Markt Flensburg
1. Mai 2018 CITTI-Markt Lübeck
11. – 13. Mai 2018 Wärchtesbach Messe
26. Mai 2018 Geschäftseröffnung nach Umzug [steel]raum Bischberg/Trosdorf
26. – 30. Mai 2018 Südwestmesse Villingen-Schwenningen
1. – 3. Juni 2018 Berliner Grill & BBQ Festival

Ein paar Termine hängen wie immer noch etwas in der Luft, einfach nachfragen. Und wo wir schon beim Thema sind, muss ich gerade wieder daran denken, wie unterschiedlich Gesellschaften funktionieren: In Deutschland will man alles irgendwo lesen können – wir sind es gewöhnt, Infos selbst herauszufinden und möglichst niemanden mit unseren Fragen „zu nerven“. Im Gegensatz dazu Irland, wo alles darauf beruht, dass man das miteinander Reden pflegt. Nichts steht vergleichsweise geschrieben, alles will erfragt werden und absolut jeder freut sich, wenn er angesprochen wird.

Ich bin da also eher als Ire zu verstehen will ich damit sagen. Fragt mich. Ruft an oder schreibt, kommt vorbei, ich freue mich voll!

Und apropos Irland, dahin geht’s dieses Jahr nicht zum Gourmand-Trip, wir planen für August Glasgow und im September Sizilien. Wenn die Spanier in die Hüfte kommen für Oktober dann Barcelona, und da auf uns nicht gewartet werden soll, bitte schon jetzt Interesse für gleich welchen Trip anmelden!

Eure,

Mona Leone, Plancha-Botschafterin
PS: Zum Nachlesen wie immer auf meiner Seite Plancha-Grillen und auf der von Chris

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Nur weil’s geht, muss man doch nicht!

Nur weil’s geht, heißt das noch lange nicht „man muss“ – springt mir so in den Sinn, während ich’s mir bequem mache. In einem neuen Hotel, an einem neuen Ort, wobei das jetzt erstmal nichts zur Sache tut. Worüber ich mich auslassen will, sind Tomahawk-Steaks, Schokoladenworkshops zur Weihnachtszeit und allem anderen Quadratischen, was partout durchs runde Loch gequetscht werden soll – auf der Plancha, klar, sonst würde ich ja nicht drüber schreiben.

Plancha ist besonders geeignet für Kleinteiliges, Gemischtes und Vermischtes, Soßiges und Mariniertes, selbstverständlich Gemüse und Fisch – Dinge, die beim Grillen durch den Rost fliegen würden oder zum Aufflammen führen oder führen könnten. Alles, was der Griller auf ein Schälchen legt, umwickelt, oder im Töpfle köcheln lässt, denn – GANZ WICHTIG – der Griller ist ja nicht doof! Nein, er „schafft drumrum“, denn er will ja sein Problem lösen! …ähm, sorry, seine Herausforderung. Und so ist’s auch bei Plancha. Der Spanier isst Fisch, Krabben usw., weshalb er seine Situation gelöst hat und mit der durchgängigen Platte grillt. Stimmt genau: Denn auch der Spanier ist ja nicht doof. So, jetzt schaff‘ ich also an der Plancha, und da ich ja nicht die einzig Doofe im Kreis sein will, erklimme ich die Berge, die sich mir da so auftun, indem ich nach Lösungen suche: Die dicke Schweinswurst wird durchlöchert und in Wein gelegt, um von Innen heraus dampfzugaren; die Hühnerbrust wird zwischen Klarsichtfolie ausgewellt; Mehl wird generell durch Hartweizen ersetzt und was in der Größe noch immer nicht passt, wird halt klein geschnippelt.

Doch dann immer wieder die Frage: Was passiert mit dem Tomahawk-Steak, 5cm+ dick und ein völliger Totschläger – so ein Ding, bei dem ich nie auf die Idee käme, mir das auf die Plancha zu legen. Abgesehen davon, dass ich danach mit Fleischüberdosis irgendwo in der Ecke läge, völlig high. Aber diese Situation gab’s 2017 ein paar Mal, so auch an der Gusto in Ravensburg. Und wie’s halt so isch mit selle Männer, Chris will beweisen, dass es geht.( „Cock measuring“ würden böse Zungen das wohl nennen). Völlig langweilig, denn natürlich geht’s! Kräuter drunter legen und somit genug Abstand zur 300-Grad-Fläche schaffen, Garhaube drüber, Eiswürfel drunter, und lange genug warten. Echt langweilig, da laufen einem ja die Zuschauer weg. Also schnell doch in Scheibchen geschnitten, nochmal drauf zum Garen, und verteilt.

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Übrigens, Sponsor Philipp Sontag macht nächstes Jahr am Fleischerwettbewerb in Belfast mit, da sehen wir uns dann wieder.

Doch zurück zum Thema: Was wozu. In der Antwort dieser beiden Fragewörter steckt alles. Will ich ein Tomahawk-Steak auf der Plancha zubereiten, weil es keinen Grill gibt, dann ist doch klar, dass das geht. WEIL ES JA GEHEN MUSS! Kein Mensch schmeißt so ein gutes Steak doch einfach weg, bloß weil einem der Grill fehlt. Aber wenn man einen hat, dann nimmt man lieber den und soll auch lieber den nehmen bzw. sich in den Untergruppen umsehen, was da wiederum am besten passt, Grill ist schließlich auch nicht gleich Grill. Und jedes Gargerät hat seine Berechtigung.

Man muss sich also überlegen, was man meistens isst: Dicke Fleischstücke, oder Kleinteiligeres, und sich dann entscheiden, welches das beste Gerät für die Art und Weise ist, nach der man selbiges am liebsten isst.

Wobei wir direkt schon beim zweiten Teil des Blogbeitrags sind: Der Kundenberatung. Jetzt ist ja die Zeit, in der sich Grillhändler und Gartenzentren überlegen, welche Produktpalette sie im nächsten Jahr ihren Kunden bieten wollen. Hochsaison also für alle Lieferanten und solche, die es werden wollen, Kunden und Potenzielle besuchen. …was dann auch erklärt, warum ich wieder mal im Hotel nächtige an einem Ort, an dem ich noch nie war. Als Deutschlands schlechtester Verkäufer hier dann auch mein Herangehen: Ein Händler soll nicht nur meine Planchas verkaufen. Diesen Anspruch erhebe ich überhaupt nicht, wäre auch utopisch, . Jeder Händler hat schließlich auch noch andere Geräte, die er gut findet und verkaufen will. Leben und leben lassen, ist hier das Motto und so sollen nur die Kunden Planchas kaufen, die hauptsächlich Kleinteiliges, Fisch, Gemischtes und Soßiges, Mariniertes usw. in aller Vielfäligkeit essen möchten – eine Art Tapas, die nahtlos von Vorspeisen in Hauptgerichte und in den krönenden Abschluss übergehen. Leute, die gerne experimentieren. Die zackig zu Gange sind. Die das Einfache und Unkomplizierte lieben. Menschen wie ich. Doch begehe ich hier nicht den Fehler zu denken, alle Menschen seien wie ich und besagtes Tomahawk-Steak ist der wortwörtliche schlagkräftige Beweis: Wer Fleischlastig isst, wer’s gerne ruhig und geduldig hat, ggf. mit Hang zur Technik, der wird vermutlich glücklicher mit (s)einem Grill.

Hier geht’s also um die Alternative. Darum zu erkennen, wann jemand eine Alternative möchte, sucht und dann auch finden sollte. Was dieses Jahr erstmals dazu führt, dass ich echt kreuz und quer durch Deutschland düse – erst mit dem Twingo meiner Tochter, denn bei mir geht ja das Praktische über die Ästhetik, und nachdem sie erst schwanger mit Riesenbauch und jetzt mit meinem neu geborenen 2. Enkel aufs mechanische Lenken der Kleinklitsche verzichtet, sparte ich dieses Jahr gut Geld, was mir prompt das Avis-Schreiben bescherte, das mich von „President’s Club‘ wieder auf „Preferred Plus“ runter stufte. Sollte das eine Strafe sein…? Während ich noch immer unsicher bin, ob man da gar Heulen sollte, ist vielleicht schon bald alles wieder Passé, nachdem ich am Wochenende in Hamburg endgültig stehen blieb. Ich fürchte, laute Schleifgeräusche kann man echt nur so-und-so-lange ignorieren, wobei das gut funktionierte, ich machte einfach die Musik lauter, in etwa so, wie ich’s damals machte, als alle drei Kinder gleichzeitig auf der Rückbank schrien – was will man da auch sonst schon anderes machen, sind wir doch mal ehrlich. Apropos Schreien: Ob es sich mein frisch geschlüpfter Enkel hier kaum verkneifen kann wegen meiner Degradierung bei Avis, oder ob’s an Omas gestricktem Top liegt, oder gar daran, dass er jetzt das Familienunternehmen verstärkt – süßer Fratz, Benvenuto nella FAMIGLIA!

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Bis bald Eure,
Mona Leone, Plancha-Botschafterin

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Intuition gegen Chaos

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Es geht weiter um die Grill-WM in Irland. Weiter unten beschreibe ich, wie der Plancha-Wettbewerb dort aussehen wird, warum jeder mit zwei Erbsen im Kopf ausgerechnet dieses Mal mitmachen sollte, und warum die Schnellen im Leben belohnt werden. Doch erst will ich raus posaunen, warum ich weiter auf meiner Intuition „Miteinander bei der Plancha-Präsentation“ herum kaue. Ganz einfach: Je mehr Menschen darüber nachdenken, umso wahrscheinlicher wird das Resultat! Positive Psychologie, universelle Energie, ihr glaubt gar nicht, womit man sich beschäftigen kann, wenn man 13 Jahre lang in Irland ist und keinen Alkohol trinkt. Und gerade keine Plancha-Party am Beltany-Stone-Circle in Raphoe schmeißt – war das ein Spaß!

Einstieg: Vielen Dank fürs Mitmachen bei der Umfrage letzte Woche. Die Auswertung: 91% fänden es ideal, den direkten Vergleich bei Plancha-Geräten zu haben, d. h. im Rahmen einer Kooperation alle Markengeräte zu sehen und auszuprobieren, um dann zu entscheiden, welches zu ihrm/ihr passt. Ich gebe zu, die Umrage ist vielleicht nicht ganz repräsentativ, aber für mich ermutigend genug, meine Vision nicht als puren Wahnsinn abzutun. Natürlich überrascht es mich (trotzdem), dass die Plancha-Hersteller weiterhin zögerlich reagieren – und dabei ist wieder EINE GANZE WOCHE vorbei! Die Ideen sind nie mühsam, aber das Überzeugen aller möglichen Parteien – Schwerstarbeit.

Meine Unruhe dieser Woche könnte ich also leicht auf mangelnde Geduld schieben. Im Sinne der Sich-Selbst-Erfüllenden-Prophezeihung nehme ich euch jetzt mit auf meine Reise ins Ich, denn irgendwas hat an mir genagt. Ich weiß aus Erfahrung, dass ich dann einfach Ruhe brauche, bis ich „mich“ höre. Da auf mich Verlass ist, auch auf mein Unterbewusstsein, poppte mir auch bald laufend „Kreativität“ in den Kopf. Okay, brauche ich also nur kreativ sein, nichts leichter als das, aber wie ist man auf Ansage kreativ? Irgendein Künstler sagte mal: „you’ve got to be in a playful state of mind“, ich übersetze: In spielerischem Geistes- (oder Gemüts-?)zustand sein. STOPP! Von Gemütszustand ist im Englischen keine Rede. Das habe ich rein gemogelt. Weil ich aber nicht glaube, dass mein Unterbewusstsein mogelt, stoße ich auf Intuition: Der wahre Übersetzer im Werkzeug Mensch; wo liegt der wahre Sinn eines Wortes im Zusammenhang. Fleißig begebe ich mich also auf die Spur von Intuition:

Intuition entstammt dem, was man außerhalb dessen, worauf man sich konzentriert, wahrnimmt.
Intuition findet ihren Sinn in dem, was das Bewusstsein chaotisch finden mag.
Intuition lässt sich schwer begründen.

Das ist’s. Intuitiv spüre ich, dass es weiser wäre, kooperativ vorzugehen, auch wenn ich’s scheinbar nicht klug genug darzutellen vermag! Wovor haben denn alle Angst? Zu kurz zu kommen? Ungerechtigkeit in der Aufteilung? Seufz.

„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“. Angst hemmt. Wer Außergewöhnliches erreichen will, darf keine Angst vor dem Versagen haben. Ihr merkt, wie ich mich selbst peppe. Denn vorerst stehe ich alleine da, habe ich mich nun endgültig entschieden: Ich werde Plancha im neutralen Zelt präsentieren und wer als Aussteller mit von der Partie ist: Super; wer nicht: Pech. Dass das gleichzeitig meine Entscheidung dafür ist, die Kosten u. U. allein zu tragen, ist selbstverständlich äußerst unangenehm. Ob ich vor Schmerzen heulen werde, erzähl ich euch hinterher.

Vorerst also mein kreativer Aufruf: Wer sich beim 1. Plancha-Wettbewerb an der WBQA-Weltmeisterschaft jetzt im Oktober in Irland spontan einbringen mag, weil er einen Vorteil fürs eigene Marketing sieht, gerne, denn hier kommt’s:

Der Wettbewerb wird nach den Regeln abgehalten, die auch künftig gelten. 2-Mann/Frau-Teams, 45 Minuten Zeit, 2 gleiche Teller zu präsentieren mit Gerichten, die aus dem Warenkorb, der wie in Fulda rechtzeitig bekannt gegeben und schön bunt sein wird. Die Ausschreibung erfolgt dieser Tage, Augen offen halten.

Es sind dieses Mal aufgrund der zeitlichen und Schiedsrichterbegrenzungen nur 10 Teilnehmer zugelassen. Wer sich also als erstes meldet und die Teilnahmegebühr von 300€ bezahlt (wer schon am Hauptwettbewerb mitmacht, zahlt weniger, bitte melden), ist garantiert weltweit unter den ersten 10 platzierten Plancha-Meistern. Ich gehe davon aus, dass in den folgenden Jahren solch ein Titel härter zu erkämpfen ist, also wenn nicht jetzt, wann dann, nur Mut! Das Jurorenteam ist nur 3- oder 4-köpfig, die Kriterien sind klar bestimmt, aber wichtig ist einfach, rechtzeitig irgendwas doppelt zu produzieren. Easy-peasy. Denkt an die Jungfrauen, die sich bei der Deutschen Meisterschaft platzierten!

Fürs Drumrum: Doppelzimmer in Fußmarschnähe ab 79€, Flug nach Dublin ist billig und von dort aus fahren stündlich Busse ab Flughafen in die Stadtmitte, d. h. zum Hotel, ist ja alles klein und beieinander. Mietwagen braucht’s keinen, die Straßen sind eh nicht der Hit, dafür sind’s die Schilder, ohne den Inhalt zu hinterfragen:

_Cloughglass

Wunderschön. Cloughglass heißt „grüner Stein“, denn so sehen sie um die Ecke in der Tat aus.

Was zum Anziehen passt ins Handgepäck, denn alles, was es zum Plancha-Grillen braucht, organisiere bzw. stelle ich. Überlegt euch rechtzeitig einen Windschutz, so mein Tipp des Tages. Außerdem ist Irland immer eine Reise Wert und Regen ist an sich echt nicht zu befürchten, da ja garantiert!

Ross_38

Warum ich übrigens damals mit meinen 3 Töchtern nach Irland ging? Warum Silvio sich ein Jahr lang unserer Familie anschloss? Ist doch klar: Pure INTUITION 🙂

Eure,

Mona Leone, Plancha-Botschafterin

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