Die richtige Spatula – eine ganz persönliche Sache!

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Plancha ohne Spatula geht nicht. Ich wüsste zumindest nicht wie, sollte ich einschränken. Eine Spatula gehört zu Plancha wie Romeo zu Julia. Man kann nicht an das eine denken und an das andere nicht.

Oft werde ich gefragt, welche Spatula die richtige ist. Einfache Antwort: Die, die zur Hand ist. Theoretisch wäre diese gut, aber was nutzt das praktisch, wenn man sie nicht hat. Deshalb ob Gemüsespatula, Allzweckspachtel, groß oder klein, dieser Hersteller oder jener – solange das Küchenutensil gut in der Hand liegt, erfüllt es den Zweck. Da muss ich schmunzeln: Bratwender, Gipserspachtel, womit ich im Lauf der Jahre schon alles auf der Plancha gearbeitet habe…!

Spaß beiseite, Spatulas mit einer seitlich langen Kante eignen sich für die weniger hitzeemfpindlichen Plancha-Griller: Automatisch schiebt man hier mit der langen Seite hin und her, was die Hand näher zur heißen Platte bringt. Zarteren Händen wird das schnell zu heiß. Hier mag man dann lieber mit einer Spatula arbeiten, die gut in der Hand liegt, wenn man die vordere Kante einsetzt. So ist die Hand weiter vom heißen Eisen entfernt. 

Die Spatula-Größe hängt von der Hand und nicht von der Plancha ab

Rechteckige Spatulas eigenen sich gut, wenn man fertiges Essen von der Plancha nehmen möchte. Mit welcher Neigung das Edelstahl vom Griff absteht, ist Herstellerabhängig, und da gibt es kein besser oder falsch. Denn auch hier hilft nur „Ausprobieren“: Spatula in die Hand nehmen und etwas Hin- und Herschieben, da merkt man gleich, welche Spatula einem besser in der Hand liegt.

Ich denke, Spatulas haben viel mit der eigenen Körpergröße zu tun, was die Ergonomie und das Handling an der Plancha beeinflusst. Es kommt also beim Ausprobieren auch darauf an, wie hoch das Gerät steht bzw. der Abstand von Körper zu Plancha.

Spatula-Varianten von Simogas sind da noch Gemüsespatulas, die sich gut für Gerichte einsetzen lassen, bei denen man große Stücke von Soßigem trennen will.

Trapezförmige eigenen sich zum Reinigen, da da Flüssiges und Überreste zwar abgeschabt werden, aber gleich wieder auf der Platte landen. So kann man dann leicht in den Auffangbehälter schieben, der im Idealfall aus Edelstahl ist und in die Spülmaschine passt.

Die Qual der Wahl. Als Verkäufer drängt es sich auf zu raten, von jeder Sorte eine zu kaufen, und dann einfach auszuprobieren. Das einzige Argument, das solchen Kaufrausch tatsächlich unterstützt, ist, dass man im Alltag wirklich mehr als eine braucht. Beim Plancha-Grillen gibt’s ja oft mehrere Gänge und auch wenn die Plancha an sich dazwischen schnell gereinigt ist, liegt das Spülbecken zum Spatula-Abwaschen eher fern. Außerdem liegen die blöden Dinger immer woanders, als da, wo man sie braucht; das ist zumindest bei mir so.

Gewusst wo!

Weiteres Argument für eher mehr Spatulas als weniger: Sie sind vielseitig einsetzbar und das nicht nur in der Küche, wie David Cervera und Carlos Mazon beweisen – unser Federballspielenden Praktikanten aus Spanien (Studiengang Ernährungswissenschaft).

Spatulas für alle Fälle!

Worauf beim Kauf zu achten ist: Jede gute Spatula sollte auch Spülmaschinengeeignet sein.

Doch egal womit, am Wichtigsten ist nach wie vor der Spaß beim Plancha-Grillen, also nichts wie ran an die Platte, der Frühling naht!

Eure,

Mona Leone

Die Sache mit dem Gummi

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Hygiene in der Nahrungszubereitung ist Grundsätzlich. Bei Profi-Events wie der Chef-Sache gestern und heute wird nicht schräg angeschaut, weil er da ohne Gummihandschuhe arbeitet, denn jeder weiß: Händewaschen als absolutes Muss wird bei Profis eingehalten. Als wir vor 2-3 Jahren im Rahmen des EU-Projekts das Berufsbild „Culinary Ability Award“ schafften, lernte ich das, aber wo lernt man das sonst, so als Otto-Normalverbraucher? Von euch, und deswegen der heutige Blog mit Studie vom Bundesverband der Lebensmittelchemie zum Download.

Nachwuchs

Oldies geben ihr Wissen gerne an den Nachwuchs weiter – Chef-Sache 2018

Aprops Lernen, gelernt hatte ich auch mal, dass die Überschrift erst zum Schluss erdacht wird, aber vorhin stand es da, bevor ich denken konnte: Die Sache mit dem Gummi. Aber es ist klar, warum ich Montagmorgen mit so einer Überschrift loslege, denn die Rede ist von Unfallverhütung. Denn dank eines solchen, habe ich jetzt Zeit, in die Tasten zu greifen. Gerade ist ja die Chef-Sache in Düsseldorf, tolles Event, hatte mich riesig drauf gefreut. Beim Ausladen jedoch geschah’s: Die Plancha-Platte knallte mir auf den Rist. Und nicht nur irgendeine, nein, die Profi-Platte, bin ja kein Amateur. Und wer sich auskennt, weiß, dass ich von der über 30 kg schweren aus gepresstem Stahl spreche, autsch, genau.

Eingegipst sitze ich also im tollen Apartment, während Chris, um weiter im Bildnis zu sprechen, den Gästen sozusagen ungeschützt entgegentritt. Den Bogen jetzt geschickt zum Gummi gespannt: Trägt er nie und die Rede ist selbstverständlich von den Handschuhen. Und davon, dass es einfach tolle Kunden gibt.

Jo zum Beispiel war in unserem Plancha-Kurs. Ein Doktor, wundere ich mich nicht weiter, denn davon habe ich viele. Also nicht meine Doktorate, an denen ich seit Jahren feile. Mein Prof ist da etwas resistent, wo mein Thema doch so toll klingt: Grundrezept der Menschheit. Gemeint sind jetzt aber meine Kunden, die Doktoren sind. Gleich zum Auftakt geht die Mannschaft ja geschlossen zum Händewaschen (die Länge von 2 x Happy-Birthday-Singen) und dann wird rein gegriffen ins Material – direkt so, ohne Gummi, des regelmäßigen Händewaschens ermahnt und ebenso, sich nicht an die Nase zu fassen und wohin man sonst noch so in Gedanken hinlangt. Am Ende des Kurses lüftet Jo dann das Geheimnis: Lebensmittelchemiker sei er und fand es toll, dass wir es richtig machten. Und schickt mir flugs im Kursanschluss den Forschungsbericht von seinem Bundesverband. Das Fazit vorweggenommen: „Handschuhe im Lebensmittelbereich stehen tatsächlicher Hygiene eher entgegen. Der Grund dafür ist, dass sie – anders als Hände – nicht regelmäßig gewaschen und zudem zu lange benutzt werden. Außerdem kommt es vor, dass Materialien verwendet werden, die für den vorgesehenen Zweck nicht geeignet sind. Ein Beispiel dafür ist die Verwendung weichmacherhaltiger Handschuhe im Umgang mit fettigen Lebensmitteln.“

Der ganze Bericht steht hier.

Um also die Übertragung von Keimen und Bakterien zu verhüten, ist ganz altmodisches, grundsätzliches und gründliches Händewaschen angesagt – und kein Überstülpen von Illusion, denn darum geht es doch: Leut-Verarschung. Mit Gummihandschuhen geht man den Leuten aus dem Weg, die denken, das sei was Gutes und sich sonst aufregen. Sage nicht, sondern ein Argument, das sich im Gespräch in der Grillszene ergab. Gegenargument: Aber denen, die wissen, dass das nix Gutes ist, stößt man vor den Kopf. Nur weil klügere Köpfe nicht gleich laut losschreien, geht also echtes Wissen unter, statt sich zu vermehren.

Ich war vor ein paar Wochen an einem Steinbeis-Workshop und zwei Sachen notierte ich mir, eins davon: Information vermehrt sich, wenn man es teilt. Also weg mit den Gummis, den Bericht ausdrucken, laminieren und ans Bänkchen hängen und wer blöd schwätzt, wird dahin verwiesen. Aber das Händewaschen dann natürlich nicht vergessen 😉

Eure,

Mona Leone, Plancha-Botschafterin

#monaleone
#planchaqueen
#plancha

 

Neues aus der Plancha-Welt im Jahresrückblick

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In Frankreich ist jedes 4. verkaufte Gasgrillgerät mittlerweile eine Plancha – bei uns sieht’s da noch etwas anders aus. Wenn auch vergleichsweise verschwindend, gewinnt Plancha in Deutschland zunehmend Freunde und sind im Grillfachhandel durchaus angekommen. Dank des erweiterten Angebots in der Produktpalette anderer Hersteller und erfolgreicher Aktivität des Marktführers hat nun so mancher Händler ein Gerät bei sich in der Auslage stehen.

Doch was tun mit dem guten Stück? Da hat sich leider noch nicht viel verändert: Würste, Speck, Spiegelei, Pfannkuchen, so noch immer die führenden Resultate. Schade eigentlich, wo sich auf der Plancha doch so viel mehr erreichen lässt. Auch Promoter tun sich da noch schwer und so landet auf der Plancha, was zuvor auf den Grill kam. Spezialisierte gibt’s in Europa, wenn nicht gar weltweit, nach wie vor noch keine (außer unserem Maestro Chris Sandford natürlich), was es den Herstellern schwer macht, Plancha zu promoten.

Grill Kontor

Meine Händler gehen dagegen an und buchen unsere Schulung, wo passiert, was immer passiert: Ich konzentriere mich aufs Erklären (und fotografieren ;-), während Chris das Besondere zeigt. Außer vollen Mägen kommt da immer viel Gutes bei raus und ich freue mich, wenn es so perfekt auf den Punkt gebracht wird, wie bei der in Vorbereitung zur Ladeneröffnung in Schorndorf, Grillworld: Was will ich essen und dann überlegen, wie ich’s auf der Plancha hinbekomme – GENAU, mit dem Ding kannste machen, was DU willst!

Händlerschulungen haben sich also vervielfacht, das finde ich eine super Entwicklung, und da trennt sich dann auch bisher die Spreu vom Weizen.

Apropos, eine aktuelle Liste von Simogas-Plancha-Fachhändlern:

Retailers Germany
CITTI-Markt Lübeck 23556 Lübeck http://www.cittimarkt.de/
CITTI-Markt Kiel 24113 Kiel http://www.cittimarkt.de/
CITTI-Markt Flensburg 24941 Flensburg http://www.cittimarkt.de/
Grill Kontor 22767 Hamburg https://www.grill-kontor.com/
Grillexperten 27711 Osterholz-Scharmbeck http://www.grillexperten.de/
BOS Food GmbH 40667 Meerbusch www.bosfood.de
Späth GmbH 55218 Ingelheim http://spaeth-gmbh.de/
Grillfachmarkt Reineke 59557 Lippstadt https://www.grillfachmarkt-lippstadt.de/
360 BBQ 60386 Frankfurt / Main http://www.360bbq.de/
edinger Warenhaus GmbH 68623 Lampertheim http://www.edinger-maerkte.de/
Klink Gartenmöbel 71297 Mönsheim https://klink-gartenmoebel.de/
Erhart Gartenmöbel 72379 Hechingen http://erhart-gartenmoebel.de/
Haux Wohnen 72764 Reutlingen http://www.haux-shop.de/
Grillworld 73614 Schorndorf https://www.grillworld.de/
Grillworld 74523 Schwäbisch Hall https://www.grillworld.de/
United Grillers 74889 Sinsheim http://www.united-grillers.de/
Gartenwelt Bumb GmbH 76135 Karlsruhe http://bumb-gartenmoebel.de/
Benz – Feuer nach Maß 77797 Ohlsbach http://www.benz-ofenbau.de/
Oberleiters Grill & BBQ Store 85276 Pfaffenhofen http://grill-sport-zentrum.de/
[steel]raum 96120 Bischberg/Trosdorf http://www.steelraum.de/
Hörner Gesunde Wärme 97259 Greussenheim https://www.hoerner-gesunde-waerme.de/
edinger Fachmarkt GmbH 97638 Mellrichstadt http://www.edinger-maerkte.de/
Außenküchenbauer:
Kupka 71334 Waiblingen-Beinstein http://kupkagarten.de/
Urt-Outline 71404 Korb https://www.out-line.de/
Oehler 88348 Bad Saulgau www.oehlerladensystem.de
Retailers Austria
Messer GmbH 6832 Sulz https://www.messergroup.com/home

Plancha ist mittlerweile raus aus der Sparte „Nischenprodukt“ rein zu den Ergänzungsprodukten, wobei an sich kein anderes Gerät in der Schublade so vielseitig ist, wie die Plancha. Inwiefern sich Plancha da in den kommenden Jahren profilieren wird, zeigt uns wohl die Zeit und vor allem, wie gut das Thema kommuniziert wird. Über Würste und Pfannkuchen leider nur marginal, zumal keines dieser Ergebnisse ins Licht rückt, was bei Plancha so besonders ist.

Der Leidenfrost-Effekt, Möglichkeiten mit dem Thermoschock, und das Sublimieren – drei Reaktionen, die so erstmal trocken und wenig spannend sind, aber auf der Zunge und im Gaumen zu Verzückungen führt. Den Unterschied schmecken, so sag ich’s ja.

Doch gute Neuigkeiten: Wer Plancha richtig kennengelernt hat, ist begeistert. Vielfältigkeit, Schnelligkeit und die leichte Reinigung sind noch immer die Top-3-Argumente.

Wahrscheinlich ist es wegen dieser Gründe gar nicht verwunderlich, dass nicht das Komplexere für Ahas sorgt, sondern was mit wenigen Handgriffen auf der Plancha entsteht. Wie sich einzelne Zutaten auf der Plancha verändern und welche neue Geschmacksdimensionen dabei entstehen, sorgt derzeit noch fürs größte Interesse. Die Top 3 aus den Rezepten 2017? Orangenscheiben, Käse, Muscheln – alles zu finden in unserem Plancha-Rezeptbuch.

Und nachdem das mit der Fasnet mir ja total abgeht bzw. an mir vorbei, begnüge ich mich in ausgeweitetem Maße mit diesen und ähnlichen Statistiken und Auswertungen, und vor allem eine kann ich da mit gutem Gewissen als komplett närrisch bezeichnen: 55% meiner Kosten sind Reisekosten, und das wo’s bei Ryanair und Konsorten noch nicht mal Bonusmeilen gibt…

Welche Schlussfolgerungen ihr nun aus meinen Statistiken zieht, bleibt euch klugen Köpfen überlassen, doch was wachsende Nachfrage bei geringem Angebot bedeutet? Tja, lieber Promoter, da brauchst Du nicht lange nachdenken: Das Portfolio erweitern, belegt doch einen Kurs, die Termine sind raus, und so sind zumindest die Grundlagen geschaffen, dass da was Gescheites auf der Plancha entsteht 😉

Eure,

Mona Leone, Plancha-Botschafterin
PS: Zum Nachlesen wie immer auf meiner Seite Plancha-Grillen

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Plancha-Hersteller im direkten Vergleich: Idealvorstellung oder purer Wahnsinn?

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Nach dem 1. Plancha-Wettbewerb an der dt. Grillmeisterschaft direkt zu den Vorbereitungen zur erstmaligen Teilnahme am WBQA-Event jetzt im Oktober, also der Welt-Grillmeisterschaft in Limerick, Irland. 2017 wohlgemerkt. Auch hier jahrelange Vorarbeit, und wie immer, geht’s manchmal dann doch überraschend schnell. Ad hoc ist eine Plancha-Extravaganza etwas anderer Art als in Fulda geplant. Zwar stecke  ich noch voll in der Vorbereitung, aber Zeit, etwas verlauten zu lassen, wird’s langsam, und eure Meinung herauszufinden, finde ich zunehmend wichtig, also bitte bis zum Ende lesen und unbedingt über den Survey-monkey-Link abstimmen! Und falls das nicht eindringlich genug war: Ich brauche jetzt echt eure Hilfe.

Hier die bisherigen Rahmenbedingungen im Vergleich: In Fulda war die Plancha-Teilnahme Pflicht. In Irland ist’s dazu zu spät fürchte ich, also wird’s eine begrenzte Anzahl an Plancha-Wetbewerbsteilnehmern geben. In Deutschland forderten wir Teams heraus; für Irland sind Einzelkämpfer am Start. Fulda – publikumsbewertet; Limerick – per Juroren. Auch war das Event in Fulda einzig vom Plancha-Hersteller und Marktführer Simogas gesponsort, während mir jetzt global eine Kooperation vorschwebt. Auch in der Gerätepräsentation, sprich -ausstellung, aber dazu gleich mehr.

Simogas
Schweben, noch in der Vorbereitung, Planung, das mag den deutschen Ohren vielleicht etwas unausgereift klingen, aber hier sei bedacht, dass ich 1. nicht Volldeutsch bin, und 2. in Irland so etwas ähnliches wie Heimvorteil genieße, nachdem ich ja ganz grob gesagt ein Drittel meines Lebens in Donegal gelebt habe. Was das eine mit dem anderen zu tun hat? Nichts, aber damit beruhige ich mich selbst, während mir die Zeit davon läuft und ich meine Vision verfolge: Dem Wunsch nach einer Plancha-Extravaganza, die den Besuchern den direkten Vergleich zwischen den Plancha-Herstellern erlaubt. „Was? Das Ideal eines mündigen Kundens?“ Ja – genau so etwas hätte ich gerne. Nicht für mich, meine Meinung hat sich nun ja schon in den vergangenen 11 Jahren gebildet, aber für „meine“ Plancha-Interessierten; für solche, die ich begeistern will, und die für sich erfahren sollen, was für sie passt. Eine Freiheit, die ich als Kunde eben auch schätzen würde, und die mich viiiieeeel Erfahrung gekostet hat.

Fändet ihr es nicht auch toll, wenn sie alle da einträchtig stünden: Die Simogas‘, Enos‘, Campingaz‘ usw. dieser Welt; bereit, sich von euch bestaunen, befühlen, ja warum nicht sogar ausprobieren zu lassen. Fände nur ich das super, oder ihr nicht auch? Visionär, so wurde ich schon oft genug beschimpft, aber das soll mich ja nicht hindern, tut’s auch nicht, sondern was mich gerade behindert, sind ganz elementar die Sommerferien, denn die Hersteller sind fast allesamt Südländer, sprich in den Ferien. Wobei böse Zungen auch den Konkurrenzgedanken wittern; man will eine direkte Vergleichsplattform gar nicht schaffen, denn man will sich ja als den Ein & Einzigen hervor tun und nicht in der Reihe mit den anderen stehen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Hm. Ich tue mich da schwer, so etwas zu verstehen. Für mich hat das etwas mit Selbstbewusstsein zu tun: Wenn ich weiß, dass ich super bin; total davon überzeugt bin, dass es etwas so Hochqualitatives wie mich nur 1x gibt, dann scheue ich doch nicht den Vergleich. Klar, hätte ich nun schiefe Zähne und bei genauem Hinsehen auch keine Haare, müsste ich mir vielleicht schon Sorgen machen, wenn mich jemand genauer in Augenschein nähme, aber Jungs (und Mädels natürlich), hey, ihr wisst doch alle mittlerweile: Perfektion liegt im Auge des Betrachters! Und so hat jede Plancha ihre Vorzüge, die ich euch gerne auf einer solchen Plattform preisen möchte – als Sprachdienstleister und Kommunikator, der ich eigentlich ja auch bin. Es läge dann an euch, festzustellen, ob ihr eher auf rund, kantig, mit viel Bling und mortz Karacho steht. Keine gute Idee?

Außerdem glaube ich an Kooperation. Liegt wohl daran, dass ich meine Bankkauffrauausbildung in einer Genossenschaftsbank gemacht habe: Einer für alle, alle für einen / Zusammen sind wir stark, oder waren das die Musketiere? Egal; vielleicht pocht gerade noch der akute Schmerz, weil ich dieses Jahr für Simogas entscheiden musste „Deutsche Meisterschaft oder SpoGa-Messe“; hat natürlich alles wieder mit dem lieben Geld zu tun bzw. Marketingbudget. Aber da geht’s allen spezialisierten Plancha-Herstellern gleich: Sie stellen ja nur Planchas her (im Sinne von ausschließlich) und nicht noch Kaffeemaschienen oder Autoreifen, und da ist auch kein Weber drunter, der mal eben schnell ein paar Millionen in den Markt pumpt und im selben Atemzug alle einer Gehirnwäsche unterzieht. …was auch der Grund ist, dass ich das auch gar nicht gut fände, denn Deutsch, Italiener, Ire völlig irrelevant: Ich bin kein Ami, das sagt schon alles, und die meisten von euch doch auch nicht! Also muss es doch anders gehen, folglich die simple Idee: Wenn jeder Plancha-Hersteller etwas zum Plancha-Gesamtbudget beisteuerte, ließe sich doch viel mehr erreichen im Sinne von weitflächiger bzw. großräumiger Plancha-Aufklärung, oder denke ich total falsch?

Bevor ich mich also verrenne, Zeit für eine Meinungsumfrage:

Ich fände die direkte Vergleichsmöglichkeit von Planchas super & effizient
vs
Ich brauche keinen direkten Vergleich, denn ich weiß von Natur aus, wohin es mich zieht.

Und wer mir seine Meinung einfach so schreiben will, kann’s publik gleich hier über den Blog erledigen oder etwas intimer per E-Mail an: mona.leone@plancha-grillen.com

Vielen Dank!

Eure,

Mona Leone, Plancha-Botschafterin

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Keine Angst vor der Hitze!

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Plancha ist Garen bei hohen Temperaturen. Ab 280 Grad beginnen die Plancha-typischen Reaktionen, die dafür sorgen, dass Plancha anders schmeckt. 280 Grad sind heiß und da muss man schon umdenken, um die Möglichkeiten in vollem Umfang nutzen zu können, denn was 280 Grad bedeuten, das vergesse ich im Eifer durchaus zu erwähnen und war wirklich froh, als mir das ein Kunde sagte.

Im Kursprogramm habe ich mir jetzt deshalb explizite notiert, ein-/mehrfach zu sagen „keine Angst vor der Hitze!“, und deshalb heute der Blogbeitrag dazu, denn es ist wichtig, dass man sich dessen bewusst ist.

Mona Leone_Plancha-Flüssiges

Dazu ein Beispiel, das ihr bestimmt auch noch vom Fahrunterricht kennt: Die Beschleunigungskraft wirkt der Seitenführungskraft entgegen. Praktisch heißt das, dass in der Mitte der Kurve beschleunigt werden muss, damit es einen nicht raus haut – vor allem, und da liegt jetzt die Betonung, wenn es einen schier aus der Kurve haut! Manchmal muss es also mehr werden oder sein, damit gewisse Kräfte wirken können, und wer sich dem Nervenkitzel nicht aussetzen will (muss ja nicht jeder), sollte einfach insgesamt langsamer fahren.

„Aber das muss man einem doch sagen“, so Kunde Ingo, den wir an einer Messe wiedertrafen.  Er kommt aus dem Land der Schwenker und ohne jetzt lange zu recherchieren, dabei geht’s wohl langsamer zu. …betriebsblind, geht mir ja nicht anders: Da rede ich seit Jahren von nichts anderem als von „Plancha ist… und leiere meine drei Kriterien runter“ (na, wer erinnert sich? Genau: 280 Grad +, durchgängiger Bräter, mit Flüssigkeitsauffangbehälter ((optional 4.: leichte Reinigung), genau 😉 …rede von nichts anderem, und da vergisst man, dass nicht von der Ursache, sondern vom Effekt gesprochen werden muss: 280 Grad ist sauheiß, aber…

…KEINE ANGST VOR DER HITZE! Denn die Hitze eröffnet neue Möglichkeiten: Sublimieren, Leidenfrost Effekt, Thermoschock, so die drei Favoriten, und im Effekt heißt das eben auch, dass alles schneller geht, und damit meine ich auch das Regenerieren, „Aufwärmen“ sagt meine Mutter noch völlig entspannt dazu.

Simogas

…denn so harmlos sieht’s außer beim Fotoshooting, bei dem das Gerät aus ist, nie aus.

Erfahrungswerte verhindern anfangs das Umdenken, denn wir wissen: Lege ich etwas, das kalt oder kälter ist oder wurde, in die Pfanne, dauert es eine Weile, bis der Kern wieder warm ist. Warum ist das so? WEIL DIE TEMPERATUR GERINGER IST. Aber so ist es ja bei Plancha nicht, denn es ist sauheiß: Wieder kurz drauf, flink gewendet, und schon ist’s wieder heiß bis in die Mitte hinein. Deswegen erübrigt sich natürlich auch die Wärmeablage: Was fertig ist, kommt runter von der Plancha, und kurz vor dem Servieren einfach wieder drauf. Geräte mit einer gibt’s natürlich trotzdem, denn verkauft wird, was sich verkaufen lässt.

Das Runternehmen ist bei Fleisch ja ein Muss. Und ich rede hier nicht nur vom Steak, bei dem es sich sukzessive herum gesprochen hat, dass die Ruhezeit so lange sein soll, wie die Zeit, in der auf dem Grill / Plancha / Beefer lag. Das funktioniert bei Huhn, Kalb, Wild, bei allem!, und gemacht wird das so: Drauf, runter nehmen, auf den Röstaromen Sößle zubereiten, und wieder kurz drauf, Fleischsaft drüber, servieren & Guten Appetit. …auch das gehört genau genommen schon zum „Regenerieren“, wir müssen da jetzt wirklich nicht so tun, als ob das was Schlechtes sei.

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Temperaturangaben, Garzeiten, all das ist demnach völlig locker zu sehen. So erklärt sich, dass die Gradangaben auf den Temperaturreglern bei Elektroplanchas eher kreativ zu sehen sind. Ob französischer oder spanischer Hersteller, da sind sie sich einig, Gradzahlanzeige nimmt man in den Ländern nicht so genau, wo weniger gelesen als nach dem Prinzip „Erst versuchen, dann Fehler machen“ vorgegangen wird. Fest steht: Plancha ist’s ab 280 Grad, wer die Nerven dafür nicht hat, sollte sich vielleicht doch lieber an Sous-Vide versuchen, wobei die Kombi, sag ich euch, die Kombi, die macht’s, aber dazu mehr ein andermal.

Rinderflanke

Eure,
Mona Leone, Plancha-Botschafterin

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Geht der Trend zur Elektro-Plancha?

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Eine Woche Messe „Garten München“, der letzte Tag naht, Fazit bisher: Halsschmerzen und ja, wie’s scheint der Trend zur Elektro-Plancha!

Mit dabei habe ich die Grundausstattung: Alle Rainbow-Modelle, auch die neue Profi-Ausführung, schön auf Ständern aufgestellt ums Eck‘. Dann die Silver Stahl (die 75cm-Variante) auf Holzunterwagen, und ein Extrem-Modell in 60cm auf Edelstahlunterwagen, wie ich dachte lediglich vollständigkeitshalber als Stromgerät. Die kleine elektrische Rainbow noch für die Theke; schmales Programm, aber nachdem ich zum Aufbau unverrichteter Dinge allein da stand, war ich froh drum. Sicher, als Gemeinschaftsstand legte Georg von Dirty Harry und Clemens vom Schneidholz Hand an, wenn’s gar nicht ging, aber ich schwör’s: Im nächsten Leben vertreibe ich Federn!

Das Show-Gerät war eher zufällig auch strombetrieben, eine Extrem mit Profi-Plancha, 12mm, damit Chris auch nicht die Puste ausgeht. Ging sie teilweise dann doch, weil das Mikro Samstag bei einer Show nicht wollte, und weil ich so schadenfroh mit meinem fest in der Hand allein unterhielt, ist heute meine Stimme fast ganz weg. Ratet mal wer sich da freut  😉

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Ob’s an der Vorsaison liegt? An der Show? An der scheinbar starken Präsenz von Elektromodellen am Stand? Weil die Extrem natürlich besser aussieht als die Silver? Ich kann es nicht sagen, aber fest steht: Mit 70%-Bestellungen von Elektrogeräten liegen diese vorn wie nie, vor allem dieses Modell:

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Gefolgt vom Gasgerät Silver 60, ein Renner. Auch da kann man sich wieder fragen, ob’s an meiner schwäbischen Beratung liegt:
Vor dem 75cm-Gerät stehend:
Kunde: „Ok, die nehm‘ ich dann“
Ich: „Nööö, die ist doch viel zu groß, so schnell ist doch kein Mensch, da brennt Ihnen doch alles an, bis Sie voll belegt zum Umdrehen kommen“
Kunde: „Ja wenn Sie meine…“
Ich: „Aber sicher doch!“
Deutschlands schlechtester Verkäufer, sage ich da nur. Aber es könne auch am Design liegen, oder am stark verbesserten Preis-Leistungsverhältnis jetzt wo die Preise größtenteils gesunken sind, auch da kann ich noch nicht genau sagen, was oder wer nun genau dafür verantwortlich zu machen ist.

Sonst macht die Messe natürlich wieder richtig Spaß, schön die Freunde aus der Grillszene zu treffen, Kunden aus dem vorigen Jahr und solchen, die von Plancha(s) nicht genug bekommen können, ja, genau, Michael, ich meine Dich, drei Planchas also wirklich, es gibt Ausstellungen, die weniger Geräte haben 🙂  Freue mich, und falls wir uns davor nicht sehen, so hoffe ich doch nächstes Jahr, auch wenn Du keine vierte Plancha kaufst!

Chris nutzte die Gelegenheit, zwischendurch das Essen für die Standnachbarn zuzubereiten; ein System, das sowohl deren Magen als auch unseren Show-Zweck erfüllt, denn immer nur a la plancha grillen und Häppchenweise den Passanten anzubieten, das befriedigt einen Chefkoch natürlich längst nicht. Und wer die eine Sekunde zu lang da stand, wurde effizient eingespannt, schaut euch Gerben an, der freut sich über den Privatunterricht, auch wenn auf seiner schnell umgehängten Schürze mein Name steht.

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So, jetzt schlafe ich besser, denn morgen geht’s zum Endspurt, vielleicht sehen wir uns ja!

Eure,
Mona Leone, Plancha-Botschafterin

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Italienischer Landwirt? Frag lieber nicht!

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Vielen Dank für eure Glückwünsche zu meinem italienischen Landwirte-Abschluss! Doch mag man sich fragen – durchaus berechtigt – was das nun wieder soll. Glaubt mir kein Mensch, dass ich eigentlich nur Planchas verkaufen wollte, macht euch auf was gefasst:

Um Planchas verkaufen zu können, müssen Kunden wissen, was sie da alles tolles, phantastisches!, außergewöhnliches!!, einzigartiges!!! drauf zubereiten können. Deswegen das Rezeptbuch; deswegen Videos und Ja: Deswegen auch Kurse. Die haben wir stets an diversen Standorten bei Simogas-Händlern durchgeführt und eben auch in Eigenregie, wozu ich öfter das Pfarrheim im idyllischen Ippingen anmietete. Kunden fuhren da echt gerne hin, ganz hübsches Dörflein. Jetzt ist das aber so eine Sache: Planchas sind schwer. Bis da alles angeschleppt und aufgebaut ist bzw. nach dem Kurs in umgekehrter Reihenfolge retour, irgendwas fehlt ständig – im Grunde sind da immer 2-3 Tage weg und man ist völlig im Eimer. 

Im Idealfall hätte man also eine überdachte Außenküche mit großzügigem Garten. Unter einer halben Millionen findet man da aber wie ihr wisst nichts, wo sich der Nachbar dann nicht wegen der Geruchsbelästigung bzw. Nähe trotzdem noch beschweren. Doch man kennt das ja von den Kindern: Sie wachsen, das Zuhause wird zu eng, bis man beschließt, sich zu vergrößern und dabei etwas zu kaufen, man endlich etwas passendes gefunden hat und der Um-/Bau dann abgeschlossen ist, sind sie eigentlich schon fast aus dem Haus und man braucht das Ding gar nicht mehr. Wer sagt also, dass Plancha noch spannend ist, bis wir soweit sind? Für eine halbe Millionen erwarte ich da aber schon so etwas wie eine Garantie.

Leider fand ich niemanden, der mir diese gab, und das Leben will da erfahrungsgemäß ja auch nicht Bürge stehen. 

Doch es geht immer auch anders, zwar nicht mit Garantie, aber dafür unter der halben Million. Dieses Andere ergab sich – wie so oft – rein zufällig auf unserer kulinarischen Erkundungstour in den Heimatort meines Vaters auf Sizilien. Da war ich lange nicht gewesen und so mit frischen Augen, geschulterem Gaumen und viel mehr Appetit, glich das auf Anhieb dem Paradies. 

Man geht da ja immer so kindlich ran: Neugierde. Wie das wohl wäre, hier ein Haus zu haben. Was hier wohl ein Haus kosten würde. Ach, da ist ein Makler, er kann uns doch bestimmt ein paar Sachen zeigen: Einfach so, muss man ja nicht gleich kaufen. 

Uni Zürich, war ich bei einer Lesung, ich war Mitte Zwanzig (also noch echt beeinflussbar): Sag was Du denkst und tu was Du sagst. Hat mich geschädigt fürs Leben und prompt auch dieses Mal, denn wie lässt es sich sonst erklären, dass ich gleich ein paar Monate später beim Notar saß? Klappe wieder mal nicht gehalten, war schon in der Schule so.

Schule mochte ich. Das war verständlich. Und logisch. Ansonsten verstehe ich nicht immer alles. Das bin ich von klein auf gewöhnt, denn wer mit Zweisprachigkeit aufwächst, lernt, mit einem gewissen Verlust beim Verstehen umzugehen. Man wartet einfach ab und hofft, dass sich der Sinn später dann schon ergibt. Man lernt auch Zeichen zu lesen, nennen wir es Intuition, prägt sich stark aus, man spürt irgendwie immer, was der andere will. Und so antwortete ich, als ich gefragt wurde, ob das dann wohl mein Wohnsitz sei, schön brav mit Ja. Das ‚Ja‘ hatte einfach in der Luft gelegen: Es war zu stark, als dass ich mich ihm hätte entziehen können, ich war einfach nur ein Opfer. Später verstand ich dann, wieso das Ja den anderen so wichtig war: Um keine Grunderwerbssteuer zu zahlen. Steuern – für jeden Italiener ein Unwort, dem man sich mit allen Kräften entziehen muss. Ich bin aber Deutsch: Steuern gehören dazu und sowieso, wenn das wie bei uns prozentual ist, wäre das vergleichsweise eine Schweinshaxe im Biergarten weniger gewesen. Hätte ich also bezahlt. Habe ich aber nicht – dank meiner italienischen Intuition.

Das schlug sich darauffolgend noch öfter die Schlacht: Mein deutsches Denken und mein italienisches Handeln. Ich muss gestehen, ich bin nicht mehr ganz Grün, und so hängt das kristalline Denken mittlerweile ständig nach. Über Logik brauchen wir gar nicht debattieren, denn die scheint auch völlig über Bord.

Denn nun hatte ich das Haus, genug Terrain für mehrere Außenküchen, und weil ich die Unternehmung ja ordentlich aufziehen mochte, wollte ich etwas anmelden, doch das Was war lediglich der Beginn der Odyssee. So richtig klar war mir nämlich nicht gewesen, dass mein paar Wände im denkmalgeschützten Gebiet stehen. Sicher, die kleine Festung, das castelluccio, steht recht nah (einer der Gründe, warum es uns hier ja so gut gefiel), aber zum Nachdenken hatte mich das nicht weiter angeregt. Ich bin auch sicher, dass das niemand bis hin zum Notar je erwähnt hatte, aber lassen wir solche kleinlichen Details, die keine Auswirkung aufs Ergebnis haben: Ich kann hier nicht einfach etwas anmelden, zumal es hier keine Adresse und folglich keine Postzustellung gibt. Ohne Post geht noch, aber versuch mal ohne Pakete.

Bis auf die mangelnde Zustellung geht irgendwie ja immer alles und gründliche Recherche ergab: Eine Landwirtschaft lässt sich anmelden, was in Italien gleichzeitig die Möglichkeit des Agriturismo bietet, was wiederum Bewirtung bedeutet: Im kleinen Rahmen sogar ohne viel Auflagen. Wir können also kochen, grillen und Kurse abhalten, hört sich doch gut an! Dazu brauchte ich lediglich etwas mehr Terrain. Etwas gekauft, noch etwas dazu gemietet, alles kein Problem. So schwierig kann das bisschen Anbau ja gar nicht sein. 

Ich bin oben auf dem Berg. Hier gibt es kein Wasser. Das wird per Anruf und Laster bei Bedarf hoch kutschiert, was die Zisterne befüllt. So für den Hausgebrauch kein Aufwand, wobei man schnell lernt, ein paar befüllte Kanister zur Hand zur haben, denn das Wasser geht komischerweise immer dann aus, wenn besonders große Geschäfte zu erledigen sind. Folglich Anbau ohne Wasser. Das Internet ist ja wirklich sagenhaft, ich frage mich, wie man das früher hätte herausfinden sollen, und so griff ich das auf Reisen sozusagen aus der Luft: Trüffel und Safran, beides schick noch dazu. Das gefällt mir: Mona, bei der es Safran und Trüffel gibt. Diese Selbstzufriedenheit, widerlich! Dass mir da keine Glocken läuteten, dieser Gedanke hätte mich an die Olivenölerfahrung erinnern sollen! Wirklich.

Gleich im Kaufjahr konnten wir nämlich welche ernten. Ums Haus stehen ein paar Obstbäume und auch einige für Oliven. Als sie reif waren, eines nachmittags, schnappten wir die IKEA-Tüten und pflückten sie ab. Also ist ja eher wie den Mädels Haare kämmen: Mit einem groben Kamm durch die Zweiglein fahren und das Baumgeschrei dabei einfach ignorieren. Zwischendurch eine Tasse Tee, Sonnenuntergang, war das Leben herrlich und wir ganz an der Spitze. Unvergleichlich dieses Italien: Einen Nachmittag investiert und ausgesorgt, wenn schon nicht fürs Leben, dann doch mit Olivenöl fürs Jahr. Am nächsten Morgen wir beide stolz mit hoffentlich genug Kanistern im Twingo-Kofferraum beim Oleificio aufgekreuzt, von einem Ohr zum anderen stolz gegrinst, unsere erste Olivenpressung, Mensch waren wir stolz. Wo denn unsere Oliven seien. Türen auf, Tüten raus. Habt ihr auch ein Gefäß dabei? Ja klar, was denkt der, wir sind doch organisiert und zeigen ihm stolz die Kanister. Da fängt der blöde Hund zu lachen an und seine ganze Sippe mit. Sogar der dunkelhäutige Immigrant, Asylbewerber oder keine Ahnung wie der Stand, alle aus der Tiefe heraus gelacht, gar nicht mehr aufhören, wollten sie nicht. Da schlappt der eine Obermucki davon und kommt mit einer 2-Liter-Wasserflasche zu Dreiviertel mit Öl gefüllt zurück: Das sei der Gegenwert für unsere Schufterei! Abzocke, brülle ich, das kann doch nicht sein! Ein Telefonat mit der Tante später ist es amtlich: Wir haben echt keine Ahnung von gar nichts, das war soweit schon korrekt. Zwei Leute, einen ganzen Nachmittag lang, ja wieviel muss man da pflücken, bis man den Jahresvorrat hat? Viel mehr, weit viel mehr. Hätte ich mich da mal lieber vorab informiert.  

Aber man lernt ja, wobei mir das Erforschen von Trüffelanbau auf Italienisch bald zu müßig wurde: Die Italiener sind selbst schriftlich äußerst weitschweifig und kommen wirklich überhaupt nicht auf den Punkt. Noch dazu lese ich nicht sooo gut in meiner Vatersprache. Das geht auf Deutsch ganz anders und Ratzfatz hatte ich die Infos, Schnelltest zum Kalkgehalt mit begeisterndem Ergebnis durchgeführt, Anleitung zur Bodenprobeentnahme für den Labortest (in Deutschland – wenn schon, denn schon), alles idiotensicher zur Hand, und wurde dann nur noch eine Frage der Gelegenheit.

Und dann kam Phylis, ein Straßenhund. Ließ sich einfach bei mir nieder, war gar nicht mehr zu verscheuchen, obwohl ich weder fütterte noch mich anderweitig kümmerte; wohl bekannt meine Hundeaversion! Bis meine Kusine Mariangela bei ihrem Besuch sagte: „Verstehst Du nicht? Sie bleibt auch, wenn sie dabei verhungert, sie hat dich auserwählt.“ Ohhhh! Ein Herz aus Stein habe ich auch wieder nicht, und so kam es, dass ich klein beigab bzw. zumindest fütterte. Bis die Terrasse irgendwann blutig wurde. Mist, da hatte ich mir ja was eingebrockt, jetzt wurde der Hündin hinterher geputzt, nicht mehr den Töchtern. Eine Woche später ging dann das Gejaule los. Was bei mir Ein und Aus ging, das könnt ihr euch nicht vorstellen: Groß, klein, dick, dünn, weiß, schwarz und alles dazwischen, Madame hatte überhaupt keine Präferenz. Also ich schmunzelte und grinste da schon: Lass sie doch, soll auch ihr Späßchen haben, gönnerhaft eben. Bis sie nachts heulte, ich nicht mehr schlafen und sie morgens nicht mehr laufen konnte. So ein Terz machte ich mit DREI Töchtern nicht durch! Das war auf jeden Fall überhaupt kein Spaß mehr und da sie dann bereits „eine der Meinen“ war, wurde sie ins Haus geholt, beschützt mit Stein und Rute. 

Doch was will ich mit einem Hund? Das geht doch nicht bei der Reiserei! Ein Kindheitsfreund half mir damals ums Haus aus, der sich auch gut mit Phylis verstand. Mann, war ich froh, als er anbot, sie uns bei Abreise abzunehmen. Hätte meine Tochter, Tierarzthelferin bzw. das neumodische Äquivalent dazu, mir nur nicht verklickert, dass sie derweil bestimmt schwanger sei, also nicht sie, sondern der Hund. Oh nein, nicht das auch noch. Ich kann dem Guten doch kein trächtiges Tier mitgeben, das schaffe ich nicht. Termin zur Sterilisation ausgemacht, exorbitante 120 Euro bezahlt, was ich gar nicht so schlimm fand: Der Italiener jedoch schon. Er konnte nicht glauben, dass ich bereit war, so viel Geld für eine Dahergelaufene hinzublättern, und ich glaube, er wollte mir im Gegenzug eben einfach auch etwas Gutes tun. So begab er sich ungefragt auf Wassersuche, nicht mit Wünschelrute, sondern mit Erfahrungswissen, denn scheinbar hatte ihm das sein Vater schon als Kind beigebracht. Laut war das Geschrei, als mit nur einem Baggeraushub das klare Nass aus dem Gestein spross! „Du bist reich, Du bist reich!“, das ist nichts Schlechtes und so habe ich das nicht weiter hinterfragt.

So zogen die Monate ins Land, Antragsverfahren auch ohne Corona ein Albtraum, aber mit Agriturismo kann man weitere Toiletten anbauen apropos Wasser, also parallel schon mal diesen abführenden Teil in Angriff genommen. Bei uns auf dem Land gibt es ja kein Abwassersystem, da läuft das über eine Grube, Details absolut uninteressant, und so rief ich den Bagger, ein-zwei Hübe, und wieder spross das klare Nass: Dieses Mal Wasserfallgleich. War es ein Zufall, dass Mina zeitgleich verbissen und halbtot bei mir vor der Tür zusammenbrach? Gott, tat mir das Ding leid, so klein, im Rudel der Straßenhunde bekam sie sicher nichts ab. Und so ging der Spaß von vorne los: Füttern, bluten, Rudel im Garten, Rute in der Hand, Tierarzt Schnipp-Schnipp, während parallel dazu es wieder hieß: „Du bist reich, Du bist reich!“ und wieder hielt ich meinen Mund, wobei sich der Sinn auch später nicht erschloss, denn nun ist die Grube am anderen Ende des Felds, noch so ein Brunnen im vorderen Bereich, bald habe ich kein Feld mehr und mein Geld ist komplett verbuddelt, dafür Wasser gesichert, das ich an sich nicht brauche, und Leitungen gleich einer Großindustrie verlegt. Exorbitant ist nun doch ein Wort, dass mir in den Kopf schießt.

Und so waren’s plötzlich zwei: Phylis und Mina, beide an den entsetzlichen Rhythmus von Chris gewöhnt, und so muss ich morgens vor 6 raus, das hatte ich mit den Kindern nicht. Nicht mehr, sollte ich sagen, nachdem wir in Irland waren, wo die Schule um Halbzehn los ging. Aber das ist eine ganz andere Geschichte, wenn auch mindestens genauso lächerlich, zurück zur Landwirtschaft: Eruiert waren dann ja schon Trüffel und Safran, Pflanzzeit Herbst, und so war das Feld derweil leer. Störte mich nicht, aber die Landwirtschaftsleute (ehrlich gesagt ich weiß noch nicht, was das genau ist, wo ich jetzt angemeldet bin. Ich weiß nur, sie machen von Steuer bis Anträge alles: Das effizienteste Büro Siziliens, davon bin ich überzeugt.), also sie fragten mich im Frühjahr, was ich wo bepflanzt hatte, EU-Gelder, ein Antrag, ich wusste gar nicht, dass es sowas scheinbar gibt. Wasser hatte ich nun ja reichlich, also sagte ich Tomaten, einfach weil mir nichts Besseres einfiel, obwohl, Wasser brauchen die an sich nicht. 

Und so kam es, dass wir knapp 500 Tomatensträucher pflanzten, denn als Lügner dastehen will ich ja nicht. Praktisch, dachte ich, denn die sollten zudem reif sein, während meine Bude voll: Billige Arbeitskräfte, Kinder und Kindeskinder, vor allem die Anhängsel sind ja schließlich nicht nur zum Urlaubmachen hier. Aber weit gefehlt: Nur ein paar trugen Früchte, gerade genug für Tomatensalat-Galore, doch richtig zur Sache ging es erst, als plötzlich niemand mehr da. Doch zu einem reichte es davor noch: Das Enterrieren der 50 kg Safranzwiebeln. Hört sich nicht viel an? Tja, dachte ich auch, während die Männer die Furche gruben, ich setzte an sich nur ein. 

Am ersten Tag kam ich nicht mehr hoch zum Haus. Nach dem zweiten Tag kam ich zumindest ohne Hilfe rauf. Am dritten Tag konnte ich wieder laufen. Und da fiel’s mir wieder ein: Sport. So hatte ich mir die Feldarbeit ja bei der Planung schöngeredet. Und mir gratuliert, wie schlau ich doch sei, Geld zu verdienen, anstatt welches im Sportstudio auszugeben. Nicht dass ich das je hätte, aber theoretisch zumindest, Grund genug, sich wieder mal völlig erhaben zu fühlen.

Theorie jedoch ist eine linke Bazille. Auf die falle ich ständig rein. Ich war ja damals bei der Sizilianischen Safran-Kooperative gewesen, um mich zu informieren. Ich wollte damals das ganze Feld damit bepflanzen, doch Nino unterbrach mich direkt: Wie viele Arbeiter meine Azienda Agricola denn hätte. Na mich, ich und myself, eine starke Truppe, dachte ich. Er ging da mathematisch ran: Drei Jahre lang Safran pflanzen, roulierendes System, Input / Output, Zuhause dann mit Excel, hier eine Zahl gedreht, dort etwas aufgerundet, bis man den Gewinn hat, den man gerne hätte. War ganz einfach, das auf Enter drücken.

Sollte an sich verboten werden: Leichtfertiges Drücken von Tasten, ohne dass Warnungen los gehen. Irgendeine Sirene. Eine Ohrfeige meinetwegen – irgendwas! …das mich vor mir selbst beschützt. Denn während man da so Stunde um Stunde in der Hocke das Feld entlang kriecht, hat man ja wahre Erleuchtungen. Z. B. offenbarte es sich mir erstmals, dass ich nur eine Generation vom Tagelöhner auf dem Feld entfernt bin. Naja, nicht ganz, mein Vater entfloh dem Ganzen mit 16, ab nach Germania, wo er dann auch blieb. Warum er blieb, wusste ich längst, aber nun weiß ich auch, warum er nicht zurückging, denn er half als Kind meinem Opa bei der Arbeit aus. „Mein armer Opa war taubstumm, eine andere Arbeit gab es damals für ihn nicht“, denke ich, während ich mit fünf Sprachen, morgens um halbsechs, Tomaten abzupfe. Klassischer Fall von Überkompensation. Und warum überhaupt so früh? Zur Abwechslung nicht der Hunde wegen, sondern weil es temperaturmäßig anders nicht geht: Feldarbeit bei über 40 Grad schaffe ich noch nicht.

Doch zum Glück hat der Tag neuerdings so viel mehr Stunden. Anders ginge das auch nicht, denn ich habe ja ein Geschäft, stimmt, Planchas verkaufen, und irgendwann bis Morgengrauen der Kurs dann, denn Agriturismo gibt es nur mit Schein. Wissen das sich mir erst später eröffnete, als ich schon knietief im dem stand, was andere als Düngemittel bezeichnen. Dank Corona wenigstens ein Online-Kurs, aber italienisches Lesen, hatten wir ja schon, eine Tortur, doch nun auch fehlende Überschriften, keine Struktur, x-Mal dasselbe ohne jegliche Zusammenfassung, ach wie gerne würde ich das Lehrmaterial überarbeiten! Was soll ich sagen: Bestanden, ich bin jetzt italienischer Landwirt. Ob’s für Deutschland reicht, ist fraglich, wenn auch irrelevant. 

Belastet bin ich derweil mit dem Wissen; dem Erlernten, es gibt kein Zurück. Mikroorganismen, Biodiversität, lauter Dinge, für die ich nun keine deutschen Worte habe, da gelernt auf Italienisch. Gleich geht es mir mit der Übersetzungstheorie: Alles Englisch, kein einziges Wort auf Deutsch. „Ab wann hat man sich selbst eigentlich ausmutiert?“, frage ich mich und bestelle die Gläserauswahl für meinen Safran aus China. 

Denn nun muss ich den Safran ja irgendwie auch verkaufen. Beim Trüffel habe ich noch 7 Jahre Galgenfrist. Nie wieder Tomaten. Quinoa empfahl mir eine Flugbekanntschaft beim letzten Trip, denn ich habe ja noch angemietete Felder, keine Ahnung was da dieses Jahr drauf wuchs. Eins steht fest: Ich habe nun diesen, meinen sechsten, Abschluss, und Rausreden wird künftig schwer. Außerdem sollte ich mir Gedanken machen zum Bio-Anbau und wer kauft überhaupt Quinoa.

Ich kratze mir am Hinterkopf. Ich wollte ursprünglich doch nur besser Planchas verkaufen. Mit lauter Feldern, Hunden und Einmachen wird das zunehmend schwer, fürchte ich, und erwähnt habe ich noch nicht mal, dass die Italiener sich schon aufs neue Ausflugsziel ‚al Castelluccio‘ freuen. Jesses, was habe ich mir da nur eingebrockt, die essen doch immer so spät! Brunch gibt’s, sonntags, kennt hier zwar kein Mensch, aber mehr ist echt nicht drin.

Die Moral von dieser Geschicht‘? Erschließt sich mir (noch) nicht, aber wer immer noch nicht völlig davon überzeugt ist, dass ich komplett bescheuert bin, sollte sich den Film zur Plancha-WM anschauen. Nach der Schweiz gewinnt der Kurzfilm etwas an Schwung, also Durchhalten, wird witzig. Er entstammte eigentlich auch nur der totalen Überzeugung, alles auf dieser Welt, was ich irgendwie hinkriegen will, von der Pieke auf echt selbst machen zu müssen 🙂

Vielen Dank fürs Interesse!

Eure,

Mona Leone, Plancha-Botschafterin
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#plancha

Planchas in der Gastronomie

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Den Plancha-Vorteil der gleichmäßigen, großflächigen und starken Hitze entdeckt die Gastronomie außerhalb Spaniens und Frankreichs in den letzten Jahren zunehmend für sich. Ob einfach für Fisch und andere Meeresfrüchte oder Sous-Vide-Gegartes über die Platte gerollt – es geht halt schnell und sieht auf dem Teller lecker aus. Ohne dass sich die Pfannen derweil stapeln. Schon letztes Jahr schnellte der Anteil der Caterer, die Planchas einsetzen, sichtlich in die Höhe, doch auch in der gehobenen Gastronomie steigt die Nutzung weiter an.

Ich hatte ja längst versprochen zu erzählen, was meine Aktivität im europäischen Projekt zur Schaffung eines neuen Berufsbilds mit Plancha zu tun hatte, und wie das wiederum mit der Olympiade der Köche zusammenhängt, in die ich nun involviert bin, und das letztwöchige Event in Augsburg bietet nun eine gute Gelegenheit, den Master-Plan zu offenbaren 😉 Chris Sandford zeigte da nämlich, wie sich die Plancha für Zuhause, im Restaurant und sogar bei Kochwettbewerben einsetzen lässt, wobei im Anschluss natürlich noch das Publikum verköstigt wurde – vier Nutzen, mit einem Gerät.

Aber das ist eine Lüge. Bei dem Event ging es überhaupt nicht um Plancha, sondern darum, dass Chris nächstes Jahr bei der IKA/Olympiade der Köche in Stuttgart mit einem Team teilnehmen wird. Erstmals seitdem es den renommierten Wettbewerb gibt, nämlich seit Anfang 1900, nimmt ein Team teil, das sich aus Menschen mit Behinderungen zusammensetzt; das Culinary Ability Awards Team. Weil Chris keine Herausforderung scheut, hat er zudem ein internationales Team zusammengestellt: Ein Schotte ist mit dabei, eine Irin, aus Bergamo ist die Italienerin und der Deutsche Vertreter eben aus Augsburg von der Prälat-Schilcher-Berufsschule, die Menschen mit Lernbehinderungen für diverse Gastro-Berufe ausbildet. Was in der Grillszene nicht sonderlich bekannt, Chris ist der Gründer der Organisation Culinary Ability Awards – eine internationale Organisation, die Bewusstsein weckt in der Gesellschaft für Menschen mit Lern- und anderen Behinderungen und dadurch berufliche Zukunftsaussichten in Gastro-Küchen eröffnet; einem Dienstleistungszweig, der bei ständigem Wachstum jetzt schon unter akutem Kräftemangel leidet.

Jeder Küchenmeister weiß: Ist die Mise-en-place gut und zuverlässig, ist das Kochen leicht. Es gilt also, zwei Seiten zusammenzubringen: Auf einer Seite den Dienstleistungszweig, der gute Vorbereitung, also die Mise-en-place, zu schätzen weiß, und auf der anderen Seite Menschen, die hoch motiviert sind und denen es an Chancen mangelt, weil man das Können (Ability) in der Einschränkung (Disability) nicht sieht. Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit, wo man sieht und gesehen wird, als solche kulinarischen Wettbewerbe, die seit jeher für „Talentforum“ und „Plattform zur Nachwuchssuche“ stehen.

Und weil sich viele nicht vorstellen können, was es bedeutet, bei einem kulinarischen Wettbewerb aufzutischen, zeigte Chris bei dem Info-Event den Unterschied. Dieser liegt nicht an den Zutaten, wie man vielleicht denken mag, sondern an der Kunstfertigkeit, denn die Olympiade der Köche zelebriert das Können. Das Regelwerk ist komplex, aber ein strammes Budget sorgt dafür, dass die Teams gar nicht groß bei den Zutaten abweichen können. Chris hatte also drei Mal dieselbe Mise-en-place mit Maishuhn, Karotte, Kartoffel und Basilikum als Hauptbestandteil, und wie das finale Gericht zustande kam, daran lag dann der Unterschied. Beim Kochen für Zuhause wurde das Huhn auf der Plancha scharf angeröstet und dann zum deftigen Eintopf weiterverarbeitet, beim Gericht fürs Restaurant war die Haut vom Fleisch gelöst und fand sich separat auf dem Teller wieder, und beim Wettbewerbsgericht, war die gefüllte Karotte von der Haut umwickelt, das Filet von Hühnermousse ummantelt und das Knochenstück präsentierte sich in Apfelform neben der birnenförmigen Pomme William.

Bei allen Gerichten war schnelles, scharfes Anbraten gefordert und als absoluter Plancha-Meister kommt für Chris da natürlich nur die Plancha in Frage. „Plancha ist eben einfach im Handling, wie will man auf der Bühne auch so viele Pfannen einsetzen, und danach noch die großen Mengen fürs Publikum – da bräuchte man eine richtige Küche, das geht doch so improvisatorisch aufgebaut in einer Schulhalle gar nicht“, erklärte Chris dann auch prompt auf die Frage der Pressevertreter von Funk und TV. Mit dabei hatten wir die Elektro-Extrem mit 12mm-Profi-Stahl, und hier sage ich nun auch wir, denn ich kümmere mich in der Organisation ums Business Development.

Man könnte schon sagen, dass die Kooperation von Chris und mir aus einer Reihe glücklicher Zufälle besteht. Er brauchte jemanden, der seine Organisation weiterentwickelt, und ich sehe sowieso nur überall Plancha. Als ich um die Einschränkungen und die damit verbundenen Stärken von Menschen mit Behinderung erfuhr, war mir klar: Das ist Plancha. Sorgfältige Vorbereitung und wenn alles schön geschnippelt bereitsteht, geht`s fix und einfach. In der Recherche stieß ich auf ein laufendes europäisches Projekt, das ein Berufsbild schuf, das sich auf die Mise-en-place konzentriert und kein Lesen und Schreiben erfordert. Wir stiegen ins laufende Projekt ein und mittlerweile ist das Berufsbild von der schottischen Qualifikationsbehörde SQA anerkannt (ließe sich mit der IHK vergleichen) und wird dort unterrichtet. Uns zu Ehren hat man das Berufsbild „Culinary Ability Award in Food Preparation“ genannt, schon schick.

Wie sich der Kreis nun schließt: Die Gastronomie leidet und während sich Chris der ersten Stufe der Arbeitskräfte verschrieben hat, also der Menschlichen, widme ich mich der zweiten, nämlich der Ausstattung. Ein Gerät, das schnell Resultate bietet, und gar nicht so teuer in der Anschaffung ist, bei 20 Jahren Garantie kaum was an Wartung verschlingt, fände ich gut. Wenn ich Gastronom wäre. Bin ich aber nicht und deshalb freue ich mich über die Reaktion wie in der Heston Blumenthal 3-Sterne-Entwicklungsküche vor London, wo wir Anfang des Jahres waren und die ganz typisch ist: Man staunt und im Geiste läuft der Film ab, was sich noch so mit diesen neuen Möglichkeiten von Plancha machen ließe.

Eure,

Mona Leone, Plancha-Botschafterin

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#CulinaryAbilityAwards
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#MenschenMitBehinderung
#IKA
#OlympiadeDerKöche2020

Wo liegt der Geschmack?

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Gegrilltes von der Plancha schmeckt. Eigentlich immer. Aber besser geht auch immer, und deshalb hier ein Geheimtipp, der geheim ja nicht ist, sondern einfach logisch. Wir fragen das auch in unseren Plancha-Kursen stets gerne: Wo liegt der Geschmack?

Wir stecken ja mitten in der Kurssaison (der naechste uebrigens bei BOS Food, Meerbusch) und deswegen sind die Erfahrungen unserer Teilnehmer noch frisch im Gedächtnis, vor allem das Staunen bei dem, was nach vergleichsweise wenigen Handgriffen von der Plancha gezaubert wird. Hier meine ich jetzt die Plancha nach Definition – die mit dem Flüssigkeitsauffangbehälter, die das Ablöschen mit Liquidem erlaubt. Denn was man sich damit zu Nutze machen kann, ist der Thermoschock; unser Freund nicht nur zur superleichten Reinigung, sondern eben auch, um leckere Röstaromen von der Platte aufs Grillgut zu katapultieren.

Wir zeigen das gerne mit einem Steak (von dem Chris natürlich immer behauptet, es sei das Weltbeste, klar ;-). Steaks machten wir anfangs nie, denn die werden ja auch auf dem Grill gut und natürlich lassen sich Steaks auch auf der Plancha machen, wozu zeigen. Aber so natürlich war das dann doch nicht, und deswegen sind sie jetzt drin im Kurs, aber damit es nicht langweilig wird mit dem gewissen Plancha-Extra: s’Sößle, und dabei ist ganz wichtig, dass wir wissen, wo der Geschmack liegt.

Schritt für Schritt heißt das: Wir legen das Fleisch auf, links, rechts, wenn schön angeröstet ist, kommt es von der Platte (auf einen Teller, der die Fleischsäfte sauber auffängt), und während das Fleisch sich da so schön in Ruhe entspannt, nutzen wir die Menge Röstaromen, die sich unter dem Fleisch ja gebildet hatten. Wie? Na mit einer Variation von dem, was wir gerne mögen: Soßiges und dazu zählt auch Ketchup, denn kulturell tunken wir nun mal gerne.

Dazu zerlege ich wieder in Bestandteile, mache ich ja gerne: Ketchup so wie Chutneys sind Obst mit etwas Süßem dazu plus Saures. Jaja, die Tomate ist ein Obst, wobei, Gemüse geht ja auch, hat aber in der Regel einen geringeren Wassergehalt, was sich kompensieren lässt, aber darum geht es jetzt nicht: Es geht darum, dass wir Geschmack erzeugen wollen. Nicht künstlich, ohne Beigabe von „E’s“, sondern einfach durchs Mitdenken. Da lag nun also das Steak, Maillard hat sein Werk vollbracht, nun gewürfeltes Obst darauf UND ZWAR GENAU AUF DIE STEAK-STELLE, ich liebe Zwiebel und Knoblauch, den also auch dazu, eifrig hin und her schieben, dann ein Tässle Zucker darauf (oder probiert mal Honig), die Fleischsäfte vom Teller drüber, schön in Bewegung halten, verbrennt sonst ganz fix, und dann das Finale: Einen Schuss Flüssiges darüber. Wein, Essig, Balsamico, völlig egal, hat ja alles Säure und wieviel Säure euer Sößle verträgt, hängt auch vom Säuregehalt im Obst ab, klar.

Die besten Steaks a la plancha – Plancha-Kurs mit Mona Leone & Chris Sandford im Seeschloss Orth

Ich habe dieses Jahr einen Favorit: Mispeln oder „nespole“ wie sie hier heissen. Sehen ja unspektakulär bis hässlich aus, oder anders formuliert: Wenig inspirierend. Ich kann mich nicht erinnern, nespole schon mal gegessen zu haben, aber als es im Februar ums typisch- was_hier_wächst-Bäumepflanzen ging, war ein Mispelbaum mit auf der Liste bzw. ehe ich mich wehren konnte, bereits bei mir im Garten eingepflanzt, als Frau werde ich hier in Sizilien bei sowas nicht ernsthaft gefragt, zumal 4,50 Euro, da wollte ich nicht meckern. Als cugina Antonella mir vor 5 Wochen eine Tüte voll mit gab, war Probierzeit und Uhaaaa! Was für eine Entdeckung! Säuerlich, MEGA-LECKER, und da meine ich auf Himbeer-Niveau! Seither kommen Mispeln überall zum Zuge, auch wenn noch nicht die eigenen, das dauert wohl noch ein paar Jahre, aber ein Mispel-Chutney gab es schon a la plancha – vom allerfeinsten!

Mispelbabybaum

Aber ich war abgeschweift, wo liegt der Geschmack das Thema: Wer sich etwas konzentriert, sich kurz überlegt, wann er was wohin legt und zu welchem Zeitpunkt abloescht, damit die Geschmacksstoffe, die Röstaromen, eben ins Essen springen und nicht daneben, dann sind auch Sößle kein Hexenwerk mehr, sondern gehen leicht von der Hand. Gut, zugegeben, vielleicht nicht beim ersten Mal, aber das muss ja nicht in breiter Öffentlichkeit von statten gehen. Übt erstmal diskret, die bereitstehenden Teller und Zutaten nicht vergessen, bequemes Schuhwerk und los geht’s!

Bevor ich das Zusammenführen des Gerichts wieder vergesse: Das Sößle ist also gemacht, runter nehmen, je nach Zuckergehalt bloß nicht aufs gute Porzellan, dann das Steak regenerieren (wozu meine Oma noch aufwärmen sagte), d.h. zurück auf die Plancha, bei 300 Grad ist das ja Ruckzuck wieder heiß. Und bei wem nun das Sößle wieder kalt ist (was ja völlig schnurz ist, denn Ketchup ist’s ja auch), kann davon ein paar Löffel auf das auf der Plancha liegende Steak geben, noch einen Flocken Gorgonzola darauf, kurz wenden, und schwups auf den Teller – nun sollte selbst bei kühlen Winterabenden alles wieder schön heiß sein. Achja, ich meine Sommer, denn der hat sich nun endlich ja auch bis zum Wettergott herumgesprochen…

Eure,

Mona Leone, Plancha-Botschafterin
#monaleone
#planchaqueen
#plancha

Plancha-Kurse 2019

Hier nun endlich die Kursdaten, die bisher feststehen. Einige Daten stehen noch aus, aber weiteres Abwarten ist jetzt wohl nur frustrierend fürchte ich, nicht nur für euch:

Datum Geschäftsbez. PLZ/ Ort Tel. Nr
24.03.
2019
Grillworld Grillworld 73614
Schorndorf
071818849000
06.04.
2019
Grillexperten Chris
Sandford
27711
Osterholz-
Scharmbeck
0479196620
05.05.
2019
GrillworldGrillworld73614
Schorndorf
071818849000
23.05.
2019
{steel}raum Chris
Sandford
86120
Bischberg/
Trosdorf
095170039900
07.06.
2019
GrillworldGrillworld73614
Schorndorf
071818849000
18.06.
2019
BOS FOOD Chris
Sandford
40667
Meerbusch
021321390
31.08.
2019
Grillexperten Chris
Sandford
27711
Osterholz-
Scharmbeck
0479196620
10.09.
2019
BOS FOOD Chris
Sandford
40667
Meerbusch
021321390
23.08.
2019
GrillworldGrillworld 73614
Schorndorf
071818849000
28.08.
2019
GrillworldGrillworld73614
Schorndorf
071818849000
31.10.
2019
GrillworldGrillworld73614
Schorndorf
071818849000

Links zur Website/Buchung, über uns info@plancha-grillen.com oder:

https://www.grillexperten.de/grillkurse.html
https://www.steelraum.de/grillschule#termine
https://www.bosfood.de/manuellesuche.html?suche=Grill+Seminare
https://www.ofensetzerei.de/2018/11/23/grillen-wie-die-profis/

Es gäbe so vieles zu berichten aus der Plancha-Welt und ich verspreche, sukzessive erzähle ich es euch. Doch vorerst, genau genommen seit Dezember, bin ich bis über die Ohren damit beschäftigt, mich mit unserer neuen Hardware anzufreunden. Es klappt einfach gar nichts, aber Details erspare ich euch, den Schrott kennt ihr bestimmt selbst, genießt derweil einfach die kurze Info zu den Plancha-Kursen!

Eure,
Mona Leone, Plancha-Botschafterin
#monaleone
#planchaqueen
#plancha








Was macht eine gute Plancha aus?

Wir reden vom Sublimieren (dass das Gemüse nicht latschig wird), vom Leidenfrost Effekt (z, B. dass die Fischhaut nicht anklebt), von der Maillard-Reaktion (Röstaromen = Umami) und vom Thermoschock (zum Einrühren eben dessen & zur Reinigung). Ich habe viel über diese Themen gebloggt, z. B. auch in diesem Beitrag. Und damit diese gewünschten physikalischen Reaktionen, die Plancha ausmachen, in aller Ruhe passieren können, braucht es eben eine gewisse Wäremstabilität, die wiederum von vielen Faktoren abhängt, aber so um die 280-300 Grad gesammelt passieren.

Zur Messe in Köln schickte ich diesen Text an meine Händler, denn es galt ja die nächste Saison zu planen. Zeit zu vergleichen, und dabei wollte ich unterstützen, denn nach wie vor glaube ich, jeder soll sich frei und informiert entscheiden.

Mit Plancha geht’s unaufhaltsam bergauf. Deswegen steigt das Angebot und endlich werden auch andere Hersteller aktiv am Plancha-Markt. Wird auch Zeit, ganz schön anstrengend so für einen alleine 😊 Die Vielfältigkeit setzt sich durch, leichte Reinigung, all die Pluspunkte, die immer mehr zu schätzen wissen.

Plancha-Dessert Chris Sandford

Fotografiert beim Plancha-Kurs in Graz

Zu Begrüßen der Plancha-Wettbewerb von Campingaz ausgerichtet an der Deutschen Grillmeisterschaft. Diejenigen, die letztes Jahr Gelegenheit hatten, auf den Geräten von Simogas zu arbeiten, merkten den Leistungsunterschied, aber darum geht es jetzt nicht, ich finde nach wie vor, dass Campingaz ein gutes Gerät für seine Zielgruppe macht. Denn darum geht’s doch: Zu bestimmen, zu welcher Zielgruppe man selbst gehört, und dann das passende Gerät für einen selbst zu finden.

Aggressiver am Markt ging dieses Jahr Verycook vor; ein französischer Anbieter, der in der Türkei fertigt. Das sind in der Tat gute Planchas, aber hauptsächlich geschaffen für den französischen Markt. Der anders ist als der deutsche.

Aber Wettbewerb belebt ja das Geschäft, und ich freute mich, diese Unterschiede für einen Händler zusammenzustellen, der mich explizite danach fragte: Worin unterscheidet sich Verycook von Simogas?

Hier was ich schrieb und euch vielleicht auch nutzt, wobei hier erwähnt sei, warum ich persönlich bei Simogas gelandet bin: Vieles über Jahre hinweg ausprobiert und was passiert, wenn’s nicht wie gewollt oder gesollt funktioniert. Wenn es einen Hersteller gibt, der dabei besser abschneidet als Simogas, bin ich die erste, die das erzählen wird.

Zurück zum Vergleich: Angeboten werden wie bei Simogas verschiedene Platten, wobei Verycook auch eine völlig ungeeignete 6mm-Edelstahlplatten anbietet, aber davon hatte ich’s schon mal, denn Edelstahl lässt z. B. Fleisch erst los, wenn es durch ist – ein Zustand, der bei Plancha ja so nicht erwünscht ist.
Ansonsten 6mm-Walzstahl, 6mm-emailliertes Gusseisen – das lässt sich gut mit Simogas vergleichen.

Simogas 499,90 Euro, 6,6 kW, Wälzstahl oder emailliertes Gusseisen
Veryook: 349 Euro, 5 kW, Wälzstahl oder emaillierter Stahl
Verycook: 489 Euro, 7,2 kW, emaillierter Stahl
Verycook: 399 Euro, 7,2 kW, Wälzstahl

In dieser Geräteaufstellung sieht man finde ich sehr gut, was Verycook macht: Die Franzosen kaufen fast ausschließlich emailliertes Gusseisen. Diese Geräte werden auf dem franz. Markt an sich preisgleich wie Simogas angeboten. Die kW-Leistung liegt bei Verycook einen Tick höher (damit wird beeindruckt), dafür ist die Platte nicht so leitfähig (sieht man ohne thermisches Bild leider nicht). Für die Hitzeverteilung sind auch die Brenner verantwortlich: Verycook hat U-förmige, bei Simogas brennt’s H-förmig. Folglich ergibt sich dieses Bild, hier bei der Gasausführung der Rainbow:

Rainbow_maxi1024_Hitzeverteilung

Wie schön leitfähig die Simogas-Planchas sind, sieht man im thermischen Bild.

Deutschland ist der neue Markt. Hier verkauft Verycook, um sich Eingang zu verschaffen, 100 Euro unter Simogas. Die Geräte sind also etwas günstiger, dafür sehen sie nicht so gut aus wie die von Simogas. Witzigerweise hat Simogas die Rainbow-Serie in der Tat Verycook nachgemacht, aber eben in besserer Qualität.

Die 12mm-Profi-Versionen mit gepresstem Stahl werden gar nicht hergestellt. Das ist nicht die Verycook-Zielgruppe.

Aus Erfahrung hat sich gezeigt, dass wir uns komplett vom Franzosen unterscheiden: Bei uns werden aktuell weniger als 5% Geräte mit Emaille-Platten verkauft. Wir kaufen vor allem den praktischen, unzerstörbaren, authentischen 6mm-Stahl, original eben aus Spanien.

– Wer Edelstahl kauft = Pfannenkäufer. Solche gibt es, die einfach nur beim Kochen Draußen stehen wollen.

– Emaille ist für die, die wenig mit Saucen machen. Bei denen das Aussehen wichtiger ist als die Performance.

– Der Deutsche / Österreicher gibt nach längerer Überlegung durchaus Geld fürs Bessere aus. Deswegen fragen auch viele Privatnutzer nach 12mm-Planchas, auch wenn sie im Hausgebrauch gar nicht nötig sind.

– Viele Kunden wollen diese 12mm-Profi-Geräte: Richtig heiß und was für echte Könner. Vermutlich weil wir wettbewerbswilliger sind. Wir wollen mehr. Auf Dauer. Ohne Ärger. Auch wenn wir soooo ein leistungsstarkes Gerät gar nicht unbedingt brauchen.

– Simogas macht seit über 50 Jahren nichts anderes als Planchas. Selbst und nicht über ein Drittunternehmen. Ein echter Generationsbetrieb der Familie Simò.

– Qualitätsüberzeugt gibt Simogas deshalb auch längeren Garantiezeiten: 20 Jahre statt 5 Jahre bei Verycook (Bräter & Brenner)

Ich fasse uns so zusammen: Wir messen uns gerne, sehen Qualität, erkennen diese an und sind durchaus bereit, dafür etwas mehr zu bezahlen. Und wir kaufen gerne mehr, als wir unbedingt brauchen.

Und wer auch anderen Herstellern unter den Rock sehen möchte, denkt dran, generell gilt:

– Planchas brauchen zum Aufheizen im Durchschnitt generell etwa 10 Minuten und stabilisiert sich nach 15 Minuten auf maximale Leistung, egal was das Handbuch sagt.

– Äußere Witterung beeinflusst die Hitze auf der Platte

– Äußere Witterung beeinflusst die Gasleistung

– Nicht alle Planchas sind gleich

– Technische Unterschiede, Form und Konzeption der Brenner ausschlaggebend

– Die Wärmeleitfähigkeit der Plancha-Platte ist ausschlaggebend

– Der Deutsche kauft überwiegend Stahl

– Mindestbestellwerte & Zusatzkosten

– After-Sales: Wie schnell wird mir bei Fragen oder einem Problem geholfen? In welcher Sprache?

Ich hoffe, das hilft euch etwas beim Vergleich und selbstverständlich beim Kauf, Einstieg oder Umstieg in die Plancha-Welt!

Eure,

Mona Leone, Plancha-Botschafterin

#monaleone
#planchaqueen
#plancha

Angrillen nach italienischem Vorbild?

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Die Zeit der Angrill-Veranstaltungen, Frühlingsfeste usw. ist vorbei, endlich Luft holen und schreiben, was mir seit Wochen auf der Seele brennt: Der verlängerte Gedankengang aus dem letztjährigen Blog-Beitrag „Schüchtern, Shuffler oder einfach nur doof?“, denn natürlich hat mich dieses Jahr wieder dasselbe aufgeregt, wie letztes.

Ich mache ja immer dasselbe: Ich beobachte eine Situation, dann fallen mir Sachen auf, ich analysiere und versuche zu verstehen, hole mir Bestätigung (und die bekam ich in Form von vielen Rückmeldungen auf den Blog-Beitrag, vielen Dank nochmal euch allen!), und dann ergeben sich Situationen, aus denen sich mir die Lösung für die Situation erschließt. Abgesehen davon, dass ich so manchmal auch mein Geld verdiene, hier jetzt völlig kostenfrei für alle meine Händler, und solche die’s noch werden wollen 😊 …und natürlich alle anderen Leser.

Letzten Herbst waren ein paar Mädels bei mir in Sizilien. Aus der Schweiz, Irland, Deutschland, Italien – Europa.

Fellini

Abgesehen von viel Unfug und was Frauen sonst noch so tun, wenn sie auf einem Haufen sind, waren wir beim „Festa del Pistacchio“; einem Pistazienfest.

Sizilien, Wiege der Pistazie, klar, warum dann also nicht auch ein Fest dazu machen, 21. – 23. September dieses Jahr, wer zufällig in der Nähe von Raffadali ist.  Nicht dass das Dorf mortz besonders sei, nein, das Dorf nicht, aber seine Pistazien. Besonders auch gute Geschäftsleute, die sehr gute pasticcini machen, also Süßes, und dafür ist Raffadali im Kreis bekannt, weltweit dann eher für seine Pistazien. Ob das Fest jetzt auf den Metzger zurückzuführen ist, der auch wachsen will oder vor seiner Heirat mit Mariangela Pasticciere war, fänd ich witzig, aber das Fest ist jedenfalls eine Kooperation aus Dorf und der dortigen Pistaziengesellschaft…was es nicht alles gibt…

Im Clip wird viel geredet, aber ein bisschen Essen sieht man auch, sonst googelt einfach mal, aber tatsächlich lief das ab wie folgt: Man parkt irgendwo (nachdem man min. 10 Mal nach dem Weg gefragt hat), kommt dann zur Piazza, da stehen kleine Buden, wo Leute Schlange stehen. Also steht man mit, um dann völlig überfordert entscheiden zu müssen, ob man 1, 2 oder gar 3 Verzehrbons will oder gar ein Getränk. Aber was Essen? Das weiß man da noch nicht und da man dort ja auch nichts von Beschilderung hält, geht’s auf die Jagd. Wie toll! Vorbei läuft man an Cannoli-Ständen (Ricotta mit Pistazienfüllung), Wurstbude (die in der Wurst Pistazien hat), Eisständen (ähm mit welchem Geschmack?) usw. Und dann überlegt man eben: Was möchte ich gerne probieren. Und gibt dann seinen Blanko-Bon ab für eine Portion eben. Saubere Sache: Die Standbetreiber hantieren kein Geld, Einheitspreise; alles ganz einfach, wenn man’s dann kapiert hat. Sicher, wir sehen natürlich sofort das Verbesserungspotenzial: Drängeleien, zu wenig Erklärungen, keine Ständekarte, aber vielleicht halten ja noch ein paar unseres Kulturkreises Einzug und es verbessert sich.

Was ich damit sagen will: Wie cool ist das!?! Was sich da völlig harmlos abspielt ist hoch-sozial. Eine Attraktion ist geboten; das Dorf vermarktet sich; Kundenbeziehungen entstehen; das Volk feiert; wer Geld hat, kann’s ausgeben, und wer nicht – und das ist der springende Punkt! – wird NICHT AUSGESCHLOSSEN. Integrität hier das Schlagwort. Fiel mir nicht mal auf, sondern der Irin, soziale Goldherzen, bei denen man sich für seinen Egoismus ständig schämt, love you Ev!

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Auf unseren Kontext bezogen, also die Grill-Welt: Wir wollen auch anziehen; Händler wollen sich vermarkten; Kundenbeziehungen sollen entstehen; man will Neues zeigen; und wie wir das so machen zum Saisonauftakt: Ein Fest bieten.

Aber wer zahlt das? Darum geht’s doch. Der Händler hat schon die Organisation am Hals. Die Lieferanten kommen, um Ihre Neuheiten anzupreisen. Gegessen und getrunken soll auch werden. Ok, Getränke werden jetzt meist verkauft, aber das Essen wird komischerweise immer noch kostenfrei erwartet.

Bzw. mancher hat’s ja gelöst. Zu seinen Gunsten:

Nehmen wir die Messen, wo der Kunde ja Eintritt bezahlt hat. Sieht er irgendwie ja ein. Der Messeveranstalter kommt fein raus, aber leider auf Kosten der Aussteller, denn der Besucher hat sagen wir mal 8 Euro bezahlt, ja, dann will er doch für mindestens 8 Euro essen, damit sich das ganze rentiert!!! Oder ist das etwa nicht so?

Konkretes Beispiel Santos. Da zahlen die Kunden sozusagen einen Dinnerpreis, haben also Eintritt bezahlt, und werden dann verköstigt. Da ich kein Hoflieferant bin, weiß ich nicht, ob die Griller davon etwas haben. Nachfragen kann ich nicht, kommt man ja nicht durch. Und bestehende Lieferanten zu fragen ist unter meinem Niveau bzw. juckt mich auch nicht, denn die Veranstaltung operiert noch immer nach dem Ausschließungsprinzip: Zahl oder Du darfst hier nicht rein. Cool macht’s BOS Food, denn da ist’s für einen guten Zweck  – da macht man wiederum gerne mit.

Aber ich verstehe den Ansatz schon: Wer nicht mal den Eintritt zahlen kann, wie will der sich dann so ein teures Gerät leisten, wie ich’s ihm verkaufen will. Stimmt schon. Aber stößt mir gegen meine Moral. Ist doch irgendwie fies. Zumal das noch lange nicht heißt, dass ich’s mir morgen nicht leisten kann. Ist es nicht auch Aufgabe der Gesellschaft, Anreize zu bieten für die, die sich verbessern wollen?

Hmmm, ich schweife ab, aber ihr wisst schon, worauf ich hinaus will: Warum können nächstes Jahr nicht einfach zur Saisoneröffnung Verzehrbons verkauft werden, oder von Händlern und Lieferanten an bestimmte Kontakte verschenkt werden. Oder einen bekommt jeder Gast geschenkt – weitere können käuflich erworben werden. Totaler Festcharakter, wenn die Gäste so durch die Reihen schlendern, sich aufgeregt darüber unterhalten, was sie nun probieren wollen, das ist doch viel spannender! Pflegt die Kommunikation: Darf ich bei dir probieren, ok wenn Du das nimmst, nehm ich das, voll schön!
(Nebeneffekt: Damit wäre gleichzeitig die Anzahl begrenzt, wie oft der Schuffler zugreifen kann.)

Was soll daran schlecht sein, wenn man kommuniziert: Hey, Du bist mein Kunde, ich hab dich lieb und dafür organisiere ich dir ein Fest. Da kannst Du dich umschauen, einen tollen Samstag verbringen, Neues sehen, ausprobieren, aber bitte verstehe: Essen kostet Geld, aber ICH ZWINGE DICH NICHT, GELD AUSZUGEBEN. Wenn Du willst, gerne, aber Du musst nicht, ich hab dich trotzdem lieb.

Ob und wie das Geld dann verteilt wird, kann man dann ja sehen bzw. mit der Erfahrung verfeinern, aber ich finde es ist Zeit, da irgendetws zu ändern.

Na, liebe Händler, Lust das fürs nächste Jahr nach italienischem Vorbild aufzuziehen? …nur eben viel besser? 🙂

Eure,

Mona Leone, Plancha-Botschafterin
PS: Zum Nachlesen wie immer auf meiner Seite Plancha-Grillen

#monaleone
#planchaqueen
#plancha

Die Sache mit der Beschichtung

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„Da ist die Beschichtung zerkratzt“, sagt der Kunde und ich gerate ins Grübeln. Welche Beschichtung? 6mm-Stahl-Plancha, da ist doch nichts, die kriegt man doch nicht kaputt! Oder redet der Kunde doch vom emaillierten Gusseisen und weiß es nur nicht? „Na, das Schwarze“, sagt er, aber das Emaille ist auch schwarz. Also bis ich schnallte, dass der Kunde den Kohlenstoff meint, ging’s beim ersten Mal noch eine Weile, aber dafür bin ich jetzt in Sprintposition, direkt auch schon in der Beratung: „…denn das ist keine Teflon-Beschichtung, wo das Gerät dann kaputt ist, wenn die zerkratzt, nein!, da wurde lediglich am Schluss bei der Stahlverarbeitung mit Kohlenstoff ausgewälzt, also das Puder drauf und einmal mit der Walze drüber gerollt, fertig, damit’s hübsch aussieht.“

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Der gute Kohlenstoff. Er hat überhaupt keine technische Bewandtnis oder Funktion, außer tatsächlich der, den Stahl hübscher aussehen zu lassen, bis Er (Stahl = silbern) eingebrannt ist (Patina = schwärzlich). Der Übergang ist hässlich, stört den privaten Nutzer, der sich ja an der Ästhetik seines neu erworbenen guten Stücks erfreuen will. Also lieber irgendwie vor-schwärzen. Und warum dann nicht mit Kohlenstoff, der an sich unserem aktuellen Designbewusstsein voll entspricht: matt, durch und durch schwarz, perfekt.

Kohlenstoff ist ja organisch. Abgesehen davon, dass er zum Schwärzen der Pizza in den Teig eingearbeitet werden kann, wirkt er lediglich etwas bindend. Auf Deutsch: Rezeptfrei in größerer Dosis in Tablettenform gegen Durchfall, und auch Giftstoffe bindend, sollte z. B. ein Kind unglücklicherweise Medikamente, Schwermetalle oder giftige Nahrungsmittel eingenommen haben. Da ist von medizinischem Kohlenstoff die Rede, aber reiner Kohlenstoff ist immer reiner Kohlenstoff, d. h. der Plancha-Hersteller hat nicht etwa den Metallofen mit Holz beheizt und rollt jetzt mit der Asche einmal über den Stahlbräter.

Kohlenstoff ist voll interessant, kleiner Ausflug ins Übersetzen. Ich beschäftige mich ja mit Übersetzungskunst, also mit der Darstellung des Konzepts, was Übersetzen ist. Wenn Kohlenstoff gepresst wird und unter Einwirkung von Zeit, wird er zum Diamanten, dessen chemische Formel die absolut gleiche ist, wie das, was sonst in den Grill kommt. Fred Kassner hat diesen Ring für mich angefertigt, bzw. für meine Ausstellung „Die Kunst des Übersetzens“, kann übrigens gebucht werden.

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Kohlenstoff auf der einen Seite, der Diamant auf der anderen. Beides dasselbe, „le même“, wie das französische Wort für das Gleiche, das sich sogar in sich selbst wiederholt: Zwei Buchstaben, die gleich sind, nur eben anders, genauso wie der Kohlenstoff, einmal schwarz und dann als Diamant, oder Übersetzung: Die eine Sprache auf der einen Seite und die andere auf der anderen.

Wie gesagt, organisch, und wenn wir schon beim Thema sind: Wenn wir uns verbrennen lassen, kommt am Schluss nichts anderes bei raus und wer will, kann sich von seinen Lieben daraus einen Diamanten pressen lassen und um den Hals hängen. Schon krass. Hier einfach mal einen Link, ließe sich bestimmt auch aus was anderem machen, wenn ihr kein Familienmitglied opfern wollt.

Aber wen oder was wir jetzt dazu nehmen könnten, soweit sind wir ja nicht; wir sind jetzt einfach nur bei dem bisschen Kohlenstoff, der auf den Stahl aufgetragen wurde, damit er schwarz ist, wer oder was für die Gewinnung des vom Hersteller auch nur gekauften Produkts herhalten musste, ist völlig schnurz.

Wobei der Hersteller behauptet, dass der Kohlenstoff gegen Rost schütze. Also ich weiß ja nicht. So wie Nylonstrümpfe bei minus 20 Grad vielleicht, aber doch nicht wirklich. Können wir also drehen wie wir wollen: Carbon (C) kam wirklich nur zum Schönaussehen drauf. Noch nicht mal so wie Mehl auf der Arbeitsplatte unter den Teig, damit er nicht anklebt, sondern wirklich unnütz oben drauf. Unnütz wenn man die Ästhetik außen vorlässt, wie gesagt.

Folglich keine Panik, wenn beim Auspacken irgendwo ein Kratzer-le ist, oder später beim Schaben, starkem Ablöschen o. ä. etwas Schwarz runter kommt bzw. das silberne Stahl plötzlich stellenweise vor lugt: Ist nicht schlimm, echt nicht! Einfach weiter benutzen, einbrennen, mit günstigem Pflanzenöl anfangs wirklich nicht sparsam umgehen und flugs wird’s wieder dunkle. Nicht schwarz, wie „Kohlenstoff“ oder „Verbrannt“, sondern einen Ticken ins Braune, je nach Lichteinfall.

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Und einfach vollständigkeitshalber: Wer vom Kohlenstoff etwas verspeist, braucht nicht etwa zur Apotheke rennen und eine Kohletablette kaufen, um gegen eine Vergiftung zu wirken. Logisch nicht, denn das hat derjenige ja bereits getan.

Auf die Sache mit den Krebserregern bei Verbranntem gehe ich jetzt nicht ein, nur insofern, als dass neben Kohlenstoff bei verbrannten Nahrungsmitteln unzählige sehr gesundheitsschädliche und krebserregende chemische Stoffe entstehen. Aber mal ehrlich: Wer Essen kauft, um es anschließend zu verbrennen, der steht vermutlich auf derselben Stufe wie derjenige, der sich ein paar mit Kohlenstoff ausgewälzten Planchas nur deshalb kauft, um den Kohlenstoff runter zu schaben und löffelweise zu verspeisen – also solchen Menschen ist meiner Meinung nach eh nicht zu helfen 🙂

Mona Leone, Plancha-Botschafterin
PS: Zum Nachlesen wie immer auf meiner Seite Plancha-Grillen

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Feuerplatten – wie Raclette, nur gesünder

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Im Artikel des aktuellen Fire & Food-Magazin werden Plancha und Feuerplatten gegenübergestellt – super. An sich ist leicht bestimmt, was eine Plancha ist und was nicht, wenn man sich die drei Definitionsmerkmale ins Gedächtnis ruft, die aus dem Ding machen, was es ist:

  • Eine durchgängige Platte, wo nichts durchfällt und
  • die stabil um die 300 Grad Hitze hat,
  • gekoppelt mit einem Flüssigkeitsauffangbehälter, in den‘s reinläuft.

Erfüllt etwas diese Kriterien nicht, ist es keine Plancha. Wie auch beim Bräter können natürlich viele Plancha-Gerichte darauf zubereitet werden, denken wir mal an Bacon, Eier, Burger und die üblichen Konsorten. Aber die Kriterien als Ursache sorgen ja für Resultate, und dieser Ansatz entspricht modernem Marketing: Dass etwas auf eine bestimmte Art ist, soll ja etwas Bestimmtes bezwecken und die gewünschten Ergebnisse, so langweilig das auch klingen mag, sind physikalischer Natur. Denn bei Plancha müssen drei Dinge passieren:

  • Der Leidenfrosteffekt (dass z. B. die Fischhaut nicht anklebt),
  • die Sublimation (dass z. B. das Gemüse nicht latschig wird),
  • und der Thermoschock (sodass ich die Röstaromen abschrecken und verwerten kann UND DAMIT SICH DIE LEICHTE REINIGUNG ERGIBT).

Und das passiert bei der Feuerplatte nicht. Wer kritisch ist, kann selbst googeln, ab welcher Temperatur der Leidenfrosteffekt zuverlässig entsteht und auch das Sublimieren, aber davon unabhängig: So einfach kann ich nun mal nichts Liquides auf die Feuerplatte kippen.

Feuerplatte

Nehmen wir mal dieses Muschelrezept, oft publiziert und noch öfter bei Shows ins Rampenlicht gerückt: 1/3 Olivenöl + 1/3 Cidre + 1/3 Zitronensaft. Das lässt sich beim besten Willen nicht gesundheitsgefährdend über eine Platte gießen, unter der offenes Feuer flackert. Das Öl & Co. würde durch die leichte Neigung in die Flamme laufen und das Feuer auflodern lassen…

Wobei ich das Feuer da in der Mitte schon echt tolle finde. Hat sowas kuschliges. Wie alle Feuer. Und darin sehe ich die ehrliche Zielgruppe für Feuerplatten: In der Mitte fackelt’s, man kann lässig Drumrum stehen, eine Hand hält einen Nero d`Avola und mit der anderen drehe ich irgendwann ganz gemächlich das Stück um, das ich drauf liegen habe, vermutlich einen Hühnerschenkel, den ich zuvor von Chris entbeinen ließ 😉  Da könnte man vermutlich auch einen höheren Absatz tragen, man steht ja lässig da, von wegen Turnschuhe, hmmm dem lässt sich eindeutig was abgewinnen. Und was juckt mich schon die Putzerei, ich wäre in dem Fall ja irgendwo zu Gast, ach was soll’s Steak esse ich auch ganz gerne, der Gedanke wird besser und besser! Feuerplatten sind kommunikativ und gehören für mich in die Rubrik Raclette und Fondue, nur gesünder, weil halt Draußen und im Stehen.

Ich will sagen: Feuerplatten finde ich toll. Sind halt etwas anderes und für etwas anderes, aber an sich schon gut. Für praktische Ernährung und für meinen Usus, also ganze Gerichte zuzubereiten mit viel Wenden und so ist jedoch nicht drin. Ohne Ränder, nur auf einer relativ schmalen Fläche, da lässt sich schwer Hantieren ohne dass auch mal was ins Feuer fällt. Was ja nicht dramatisch ist, sondern einfach nur Verschwendung und auf die stehe ich halt nicht. Aber andere sind da bestimmt geschickter als ich und für diejenigen mag das so schon passen. Außerdem macht ja die Physik den Unterschied im Geschmack und für die Plancha-typische ist die Feuerplatte eben nicht ausreichend, kann man drehen wie man will. Apropos Physik, die ja in aller Kocherei und Grillerei steckt: Kennt ihr schon Werner Grubers Buch zur kulinarischen Physik? Physiker von Beruf und Koch in der Passion, ich finde das, was der Österreicher da so schreibt, interessant.

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So bleibe ich also weiterhin mangels konkurrenzfähiger Alternative beim Plancha-Grillen, und bis dann,

Eure,

Mona Leone, Plancha-Botschafterin

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